25.04. Iquitos und die Bremen
Am nächsten Morgen war Urs noch recht wackelig auf den Beinen, aber wir mussten unsere Koffer packen, Gepäck abgeben und zum Flughafen fahren: Von Cusco ging es wieder zurück nach Lima, ins Swissotel, wo unsere dort gelagerten Koffer schon in unserem Zimmer standen. Wir ließen uns vom Zimmerservice ein Sandwich kommen und organisierten unsere Koffer neu! Am Abend kamen alle Passagiere an, die an der Kreuzfahrt teilnehmen wollten und das Vorprogramm nicht mitgemacht hatten. Hapag Lloyd hatte am nächsten Tag ein Flugzeug gechartert und alle 150 Kreuzfahrer flogen gemeinsam nach Iquetos, wo die Bremen vor Anker lag. Wir sagten den Anden „Ade“und landeten in der Tiefebene Perus, dort wo einige der Quellflüsse des „großen Flusses“ hier „Solimoes“ genannt, ihn speisen.
Allerdings konnten wir noch nicht aufs Schiff, da die Passagiere der Etappe vor uns noch nicht alle ausgecheckt hatten und das Schiff noch gereinigt werden musste. Es gab eine Stadtrundfahrt! Iquitos ist eine peruanische Stadt am Amazonas, die nur über Luft oder Wasser erreichbar ist. Sie entstand während des Kautschukbooms und besitzt aus dieser Zeit noch prachtvolle Villen.
Eine Stadt der Widersprüche. Auf der einen Seite sehr schöne Altbauten (darunter auch das „Casa de Fierro“ aus der „Firma“ Gustave Eiffels
aber auch sehr ärmliche Häuser.
Die Stadt ist sehr belebt. Das kommt auch von den vielen Mopedfahrern, die sehr diszipliniert die Straßen bunt bevölkern!
Zum ersten Mal sahen wir hier den 2km breiten Amazonas.
Einfach mächtig! Wir spazierten über die Plaza de Armas, an der sich die Casa de Fierro befindet, ein Haus, das Gustave Eiffel für die Weltausstellung 1889 in Paris anfertigte. Franz führte uns auf einen einheimischen Markt, erklärte uns die verschiedenen Früchte, Fische und angebotenen Gerichte.
Ja und dann gab es etwas besonders Leckeres: Eine Larvenart, die gegrillt und am Spiess gegessen wird. Suri-Maden gelten hier als Spezialität. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis ein europäischer Sternekoch sie anbietet?!
16.00 Uhr es wurde Zeit, zur „Bremen“ zu fahren. Von ferne sahen wir sie schon, unser Schiff für die nächsten Wochen.
Wir wurden persönlich herzlich vor dem Schiff willkommen geheißen und in unsere Kabine begleitet. Dort war natürlich das Gepäck schon angekommen. Urs und ich hatten uns geschworen, keine Vergleiche zur Columbus zu machen. Die Bremen ist ein viel kleineres Schiff und die Organisation ist fast so perfekt wie auf der Columbus. Sehr viele Schweizer weilen unter den Passagieren. Der Kapitän kommt aus dem Engadin (lebt aber in Barcelona), während die übrige Besatzung aus Deutschland, den Philippinen, Rumänien kommt. Um 17.30 Uhr fand als erstes die obligatorische Seenotrettungsübung statt. Wir beide hatten unsere Mühe wieder mit den Rettungswesten, aber nach einer Zeit waren wir wieder im Rhythmus und es ging wie geschmiert. Im Anschluss gab die Kreuzfahrtdirektorin Tipps zum Schiff und zur Reise und stellte das Reiseleitungs-und Expeditionsteam vor. Wir waren gespannt auf das Abendessen und die Tischpartner: Wir hatten Glück! Wir sitzen an einem runden Tisch mit zwei weiteren Ehepaaren, die mit uns bis Teneriffa fahren, einem Ehepaar aus dem Tessin (gebürtige Deutsche) und einem Ehepaar aus St.Gallen (er gebürtiger Deutscher, sie Luzernerin): Wir haben es einfach lustig zsam! Das Essen ist gut, der Service auch! Also so kann es weitergehen!
Das Schiff legte ab

















