Kapitel 1
„Die Südspitze Südamerikas und die chilenische Fjorde standen nie auf unserer Reisewunschliste, aber im November – Dezember 23 wagten wir es dennoch!“
Wir entschlossen uns sehr kurzfristig ein Angebot von HapagLloyd anzunehmen und mit der Hanseatic Spirit an die Spitze Südamerikas zu fahren:

Wir starteten am 12.11.2023 vom Flughafen Zürich:
Die Fahrt nach Zürich ging problemlos (was nicht immer so ist), gaben unser Auto im Parkhaus Flughafen ab und versuchten unsere Fluggesellschaft zum Check-in zu finden! HapagLloyd hatte uns die Flüge mit Air Europa gebucht, die aber in der Abflughalle zunächst nicht zu finden war… Das hätte uns ein Warnsignal sein sollen. Nach oftmaligem Fragen, Treppe auf – Treppe ab entdeckten wir sie sehr abgelegen am Ende der Abflughalle.

Pünktlich starteten wir in Richtung Madrid. Die Flugbegleiter/innen waren sehr unfreundlich und verschwanden von der Bildfläche nach dem Start des Flugzeugs. Die Landung erfolgte pünktlich gegen 21.00 Uhr in Madrid.

Nicht ganz „ideal“ war der Ort der Landung, am Ende des grossen Flughafens in Halle D. Nach etlichem Suchen entdeckten wir unseren Weiterflug: Halle A. Sogleich wurde uns per Videoschrift mitgeteilt, dass wir 37 Minuten zu gehen hätten: ohne Laufband oder Rolltreppen. Da es Sonntagabend war, waren alle Restaurants, Verkaufsstellen etc. geschlossen, Euros in Form von Kleingeld hatten wir nicht, d.h. wir konnten uns nichts am Automaten zum Trinken kaufen. Im Flug von Zürich nach Madrid bekamen wir nichts zu essen oder trinken, auch nichts gegen Bezahlung! Nada!!
Als wir endlich am Schalter zum Weiterflug ankamen, standen wir einer grossen Menschenmenge gegenüber! Warten war angesagt: Später erfuhren wir, es waren 280 Passagiere. Die Fluggesellschaft hatte jedoch nur einen Bus als Transit zu dem auf dem Flugfeld sich befindenden Flugzeug, so standen wir eine Stunde oder (mehr?) an, um zum Flugzeug zu gelangen. Unsere Sitze, weit vorne und am Fenster schienen uns gut zu sein, was sich später leider als Trugschluss herausstellte. Wir haben gelernt: Bei einem Nachtflug sind Fensterplätze ungünstig! Gegen 2.00 nachts wurde uns ein halb warmes , halb gares Essen serviert, das wir ausser dem beigefügten Brot nicht essen konnten. Und nun begann die Nacht: Lärmig, mit grellem Licht und da sich die Toiletten in unserer Nähe befanden, ständigem Türschlagen und übelstem Geruch! Die Sitze waren sehr eng und da wir am Fenster sassen, war es uns nicht möglich aufzustehen ohne andere Passagiere aufzuscheuchen.

Ich hoffte die ganze Nacht, dass die Uhr etwas schneller ginge, aber das war nur ein Wunschdenken.
Gegen 6.00 Uhr morgens (Ortszeit) erreichten wir Montevideo.


Ich hoffte im Flieger noch auf ein Frühstück, nada, noch nicht mal Wasser oder eine Tasse Kaffee! Übrigens die Flugbegleiter/innen sahen wir die ganze Nacht nicht!