9.Die Philippinen

Sonntag, 02.März 2014

Puerto Princesa

 

Die Hafenstadt Puerto Princesa liegt auf der Insel Palawan, der größten Provinz von Philippinen. Die Vegetation der Insel gleicht der von Borneo mit immer feuchtem tropischem Klima. In Südpalwan fand man 1962 menschliche Knochen und Werkzeuge, die mit einem Alter von mindestens 16500 Jahren die ältesten Spuren von Menschen hier darstellen. Heute wollten wir beide alleine losziehen, keine Affen besuchen, keine Urzeitmenschen aufsuchen, sondern irgendwo zu einem Strand. Das war leichter gedacht als getan. Die Touristinfo riet uns ab, da alle Strände verhältnismäßig weit vom Hafen lagen und wir wahrscheinlich Mühe hätten rechtzeitig zum Ablegen zurück zu sein. Also suchten wir uns ein Tricycle (ein Zwischending zwischen einem Moped, Rikscha und Kabinenroller) um eine Stadtrundfahrt zu machen und zu einer Schmetterlingsfarm zu fahren. Die sehr belebte Stadt schien uns im Lebensstandard weit unter den von uns besuchten Städten in Indonesien und Malaysia. Der bauliche Zerfall, ärmliche Hütten und ärmlich angezogene herumsitzende Frauen, Männer und Kinder hatten wir nie gesehen! Fotos konnten wir kaum machen, da man uns dringend auf dem Schiff riet, keine Wertgegenstände und größere Fotoapparate mitzunehmen. Nach dem Besuch der Schmetterlingsfarm ließen wir uns in ein Restaurant bringen und nahmen dort ein philippinisches Mittagessen ein (einen gegrillter Krebs!). Dann ging’s zurück zum Schiff, wo vor dem Schiff zwischenzeitlich ein Beautyzelt aufgebaut wurde: Massage, Maniküre, Pediküre gab es zu Tiefstpreisen. Ich konnte nicht widerstehen.

Was jedoch Puerto Princesa auszeichnete war der überschwängliche Empfang und Abschied unseres Schiffes: An keinem Hafen wurde wir derart warm und herzlich empfangen und verabschiedet. Winkende, singende, tanzende Polizisten, Kinder, Frauen Fähnchen schwingend, Polizeiorchester, Lautsprecheransagen und am Abend noch ein kleines Feuerwerk! Der Kapitän bedankte sich für uns alle mit nicht nur 3 Mal Schiffssirene, sondern 2x 3 Mal, was er bisher noch nie tat. Nun haben wir zwei Seetage Richtung China: Xiamen!

32 33 34 31

Schreibe einen Kommentar