André Rieu in Maastricht

05.07.24 – 08.07.24

Im Mai sahen wir eine Sendung im Fernsehen von einem Konzert André Rieus in Maastricht. Da es uns beiden sehr gefiel, suchten wir nach einem Reiseangebot, um solch ein Konzert real und nicht im Fernsehen zu erleben. Schnell fanden wir bei car-tours ein Angebot. Wir buchten!

Mit dem Bus ab Thun ging es übers Elsass Richtung Holland, Lüttich

in die Region Eindhoven. Die Befürchtungen über nervige Busmitfahrer,innen bewahrheiteten sich : Ununterbrochenes lautes Gelächter, sinnloses Geschwätz und ständige negative oder ironische Bemerkungen über die Gegenden, durch die der Bus fuhr ( „Bei uns ist das doch viel Besser schöner, angenehmer…..“). Hinzu kam, dass der Busfahrer eine kurzfristig eingesetzte Aushilfsperson war, die die Strecke kaum kannte, nach Google Maps fuhr und sich dabei mehrfach verfuhr, was zu grösseren Verkehrsproblemen führte. Der Reiseleiter fühlte sich verpflichtet, die Sehenswürdigkeiten bei Vorbeifahrt zu erklären, jedoch sehr mangelhaft oder sogar falsch. Wir waren beide froh, als wir am Abend im Hotel Koningshof ausserhalb von Eindhoven eintrafen. Ein sehr schönes Hotel in einem ehemaligen kirchlichen Internat, ruhig gelegen, mit gutem Essen!

Am nächsten Tag war Sihgtseeing geplant, wir besuchten die Festungsstadt Heusden.

Alte Bastionen, enge Gassen, natürlich Windmühlen , ein grosser Flohmarkt und schöne restaurierte Häuser mit viel Grün herum. Wir bestaunten die malerischen Gassen und die schön restaurierten Häuser. Die nächste Etappe war

‘s-Hertogenbosch, was so viel bedeutet wie «Der Wald des Herzogs». Der mittelalterliche Kern der Festungsstadt ist beeindruckend und lud zum Bummeln, Schlemmen und Fotografieren ein.

Den Abschluss des Tages verbrachten wir in Eindhoven, eine Stadt, die uns ein gelungenes Zusammenspiel zwischen Moderne und Altem zeigte.

Am dritten Tag ging es nun zum Konzert nach Maastricht. Die Stadt begeisterte uns: Viele Terrassencafés, Bistros und kleine und grosse Geschäfte.

Wir nutzten die Zeit bis zum Konzert zum Bummeln, Essen und Sightseeing.

Überall trafen wir nette Leute, bei vielen war die erste Frage: «Seid Ihr auch wegen des Konzerts hier?» Mit fortschreitender Uhrzeit füllte sich die Stadt zusehends: Der Busparkplatz vor dem Rathaus, zu Beginn leer,

war ab 18.00 Uhr mit mindestens 50-60 Bussen aus ganz Europa bestückt (würden wir in der Nacht den unsrigen wiederfinden???), denn in den Strassen war durch das Gedränge eine individuelle Richtung kaum mehr möglich und der Geräuschpegel der Leute schwoll an. Wir liessen uns in Richtung Vrijthof, dem Konzertplatz, treiben. Um den Platz reihten sich Restaurants an Restaurants mit langen Tischen, an denen Tausende von Zuschauer:innen das Abendessen einnahmen und fröhlich schon die ersten Lieder sangen.

Trotz der vielen Leute, des Ansturms auf den Platz lag eine beschwingte und ruhige Atmosphäre um und über dem Platz: Kein Gedränge, Geschiebe oder irgendwelche Aggressionen! Zwei rotgekleidete Pagen begleiteten die Zuschauer:innen an ihre Plätze, so gab es kein Suchen oder rastloses Hin-und Hereilen. Dann hielt Meister Rieu seinen Einzug und liess uns den Alltag vergessen.

Kurz und bündig: Wir hatten einen musikalischen Sommerabend der Extraklasse trotz des Regenschauers!

Auch am Ende des Konzerts bewegten sich die Konzertgäste (es waren an diesem Abend ungefähr 20 000 auf dem Platz) ruhig vom Vrijthof in Richtung Innenstadt und Busparkplätze. Wir folgten der Menge, ohne genau zu wissen, ob wir auch zu unserem Bus kommen würden: Nach einigem Suchen fanden wir ihn und erreichten unser Hotel morgens um 3.30 Uhr!

Der vierte Tag war der Tag der Heimreise. Nach dem Frühstück ging es los, aber diesmal über Deutschland. Die Erfahrungen der Hinfahrt im und mit dem Bus wiederholten sich! Wir waren beide frog, als wir spät in der Nacht Thun erreichten!

Fazit der Reise: Wir haben nun die Erkenntnis, dass wir beide nicht für Busfahrten „geeignet“ sind. Holland und das Konzert fanden wir einfach „wonderbaarlijk, magnifek, prachtig“