18.04.2018 – 20.04.2018 Lima
Nach den Anstrengungen der letzten 24 Stunden fielen wir wie tot ins Bett: Ein wunderbares riesiges Himmelbett (für jeden!). 
Das Hotel ist wirklich first class, also entspricht dem „Schweizer Standard“. Wir genossen es wirklich auch das wunderbare Frühstücksbuffet. „Betreut“ werden wir von zwei Guides, einem Deutschen als Vertreter von Hapag-Lloyd und einem Peruaner mit dem typischen südamerikanischen Namen Franz. Letztere ist ein lustiger Führer, Ratgeber, Helfer, Informant…..Nach dem Frühstück unternahmen wir die erste Besichtigung Limas. Mir gefällt die Stadt:
- Das Klima: es ist das ganze Jahr immer um die 23-25 Grad, kaum Regen, eine frische Brise vom Meer weht ständig (Humboldtstrom )durch die Strassen
- Die Leute sind sehr freundlich, die Verkäufer nicht aufdringlich, es gibt kaum Bettler
- Das Flair einer Drittweltgrossstadt, Verkehr wie in Cairo, aber weniger Huberei, viele kleine Restaurants und kleine Geschäfte
- Wunderschöne alte Architektur aus der Kolonialzeit, die grossenteils erhalten ist und wird
Die warme Atmosphäre, die Menschen und Architektur ausstrahlen zum Unterschied zum „Hotelviertel Frankfurter Flughafen“,läd ein zum Bleiben.
Wir fuhren mit einem Bus in die Innenstadt zum Plaza Mayor, bummelten durch kleine Strassen bis zur Kathedrale und besichtigten sie.
Ich verzichte hier auf Details der Geschichte und Architektur, da man alles besser im Internet nachlesen kann! Die Kirche ist imposant, aber da sie nach drei Erdbeben immer wieder neu aufgebaut wurde, fehlt ihr der Hauch der Geschichte. Beim Verlassen der Kirche überraschten uns Posaunen-, Trompeten- und Klarinettentöne des Orchesters der Wachablösung vor dem Abgeordnetenhaus. Sehr melodisch und warm, temperamentvoll und zackig: Es passt zur Stadt.
Der Bummel durch die Altstadt mit ihren Häusern aus der Kolonialzeit, den wunderschönen Balkonen ist eine Augenweide.
Wir stoppten an einem alten Dominikanerkloster mit einer sehr alten und schönen Bibliothek und einem Kreuzgang im maurischen Stil, der im 16./17.Jahrhundert sehr in Mode war.
Unsere Stadtführerin mit Namen Margaritta erklärte uns gekonnte die einzelnen Sehenswürdigkeiten und die geschichtlichen Zusammenhänge in perfektem Deutsch und was besonders interessant war, sie zog immer Parallelen zur heutigen Situation in Peru: Politik, Wirtschaft, Gesellschaft!
Das Mittagessen nahmen wir im Innenhof eines grösseren Privathauses ein, dessen Besitzer Kunst und vor allem Weihnachtskrippen aus aller Welt sammelt. Die Krippenausstellung war nicht so meine Sache, aber das Essen war ausgezeichnet: Es gab nur peruanische Spezialitäten und Getränke, die Stimmung war ausgezeichnet und wir wollten einfach hier sitzenbleiben und geniessen.
Jedoch es gab noch eine Etappe: Ein Museum (privater Sammler) für Vor-und Frühgeschichte. Es ist ein grösseres Haus mit einer sehr schönen Gartenanlage, umrandet von Bougainvillas in verschiedenen Farben und sehr interessanten Exponaten , einem Gartenrestaurant und zwei kleinen Shops. Auch in Peru gab es vor den Inkas schon verschiedene Kulturen, die die Inkas beeinflussten. So wie die Römer in Europa von den unterworfenen Völkern beeinflusst wurden, so geschah es auch in Peru. Nach längerem Aufenthalt in den einzelnen Museumsabteilungen endete die Führung im Erotikkeller, in dem eine sehr grosse Sammlung erotischer Exponate aus der Vorinkazeit ausgestellt war. Ihr könnt sicherlich erraten, dass dieser Besuch für den ein oder anderen etwas länger dauerte!
Nun waren wir den ganzen Tag mit der Gruppe unterwegs gewesen. Urs und ich wollten aber noch alleine etwas unternehmen. So nahmen wir ein Taxi um den Sonnenuntergang am Pazifik zu erleben. Lima wurde von den Spaniern als Hauptstadt auf den Felsen 40m über dem Meer gebaut. Das Meer hat für Einwohner Limas keine so grosse Bedeutung, wie es sie bei anderen Küstenstädte hat: Es gibt nicht die Seepromenade, das Wasser ist durch den Humboldtstrom nur 12-14 Grad warm, also gerade keine günstige Badetemperatur, durch die Temperaturunterschiede, warmes Land, kaltes Wasser, gibt es oft und vor allem dichten Nebel. Und genauso war es bei uns: Wir spazierten durch einen Park, 40 m über dem Meer, im Nebel, der sich aber nach einer Stunde wieder auflöste und suchten uns ein kleines Restaurant mit Meeresblick zum Z-Nachtessen.
Wir liessen den wunderschönen Tag ausklingen! Für das Zurück zum Hotel suchten wir uns auf der Strasse ein Taxi, erfragten den Preis, der trotz des Ausländermalus ohne Diskussion fair war und fuhren problemlos ins Swissotel zurück! Es war ein wunderschöner Tag: Sicherlich merkt ihr das auch, wenn ihr mal die „sehrs“ in diesem Text zählt!!!


































