11-10-2021
- Die Ceramica Vieira in Lagoa besuchten wir als erstes an diesem Montagmorgen. Gegründet 1862 ist sie auch heute noch ein Familienbetrieb. Sie fertigt Kunstgegenstände, Haushaltsartikel und Azulejos an. Was sehr schön ist, man kann als Besucher von Raum zu Raum wandern und sieht so die einzelnen Etappen der Herstellung: Von der Töpferarbeit, vom Bemalen und Brennen der Gegenstände bis zum fertigen Stück im Regal. Angegliedert ist ein Werksverkauf. Leider war bei unserem Besuch eine große Besuchergruppe mit Führer in den Gebäuden, so war das Besichtigen sehr eingeschränkt.

2. Für die Plantações de Chá Gorreana mussten wir im Anschluss von der Südküste an die Nordküste fahren. Der Familienbetrieb in 5. Generation liegt an der Schnellstraße zwischen São Brás und Lomba da Maia und ist mit einer anderen Teeplantage in Formosa der letzte auf Saõ Miguel. Früher gab es auf São Miguel viele Teeplantagen. Jedoch der 2. Weltkrieg verhinderte die Transportmöglichkeiten und in darauf folgenden Jahrzehnten lieferten die asiatischen Länder preisgünstiger den Tee auf den europäischen Kontinent. Chá Gorreana produziert heute laut Firmenprospekt 50-60 t Tee. Seit wir auf der Insel waren, hatten wir jeden Morgen zum Frühstück diesen Tee getrunken und er hat uns sehr gut geschmeckt. Die Teeplantage erstreckt sich um die Teefabrik, hindurch führt ein Rundwanderweg, auf dem der Atantik in der Ferne die Wanderer begleitet.
Die Besichtigung der Teefabrik ist kostenlos. Man schlendert durch die verschiedenen Verarbeitungsräume des Tees, kann zusehen, wie die Angestellten den Tee von Hand sortieren, es gibt einen kleinen Verkaufraum und ein kleines Café, natürlich mit allen Teesorten zum Probieren, aber auch leckeren Kuchen und Sandwiches. Es war unser Mittagessen.

3. Die Ananasplantage von Dr. Augusto Arruda befindet sich bei Fajã de Baixo. Wir verlassen die Nordküste und nahmen die Straße nach Ponta Delgada. Nachdem wir uns einige Male verfahren hatten, entdeckten wir die Farm anhand der vielen weiß gestrichenen Treibhäuser. Nur auf São Miguel wird die Frucht in Gewächshäuser angebaut. Für jedes Wachsstadium gibt es ein Treibhaus. Eine Ananspflanze blüht nur einmal und bringt nur eine Frucht. Es dauert meist 18 Monate bis man ernten kann. Der Reifungsprozess wird durch ein Räucherverfahren gesteuert. Wir besichtigten die einzelnen Treibhäuser und wurden über den Anbau informiert. Im Anschluss konnten wir im Souvenirladen Mitbringsel für Zuhause erstehen.










