2021.3 Der NW São Miguels

Unsere Route

08-10-2021

Heute Morgen war unser erstes Ziel der Flughafen. Dort nahmen wir unser Mietauto, einen Opel Corsa, in Empfang. Mit ihm wollten wir die Insel «erforschen». Wir nahmen die Straße nach Relva und bogen einige Kilometer nach Relva zur Caldeira ab. Die Straße führte uns durch Weideland, bewaldete Hügel und kleine Seen bis zur Sete Cidades. War die Gegend zuvor fast menschenleer, so bot sich uns neben einem umwerfenden Blick auf die Caldeira, auch ein Touristenrummel, wie wir ihn so nicht erwartet hatten. Die beiden Seen, Lagoa Azul und Lagoa Verde, die sich in einem Vulkankessel gebildet hatten, haben zwei unterschiedliche Farben: Der eine ist tiefblau, der andere grün. Und wie so oft wird dieser Umstand mit einer tragischen Geschichte erklärt: Eine Prinzessin liebte einen Schäfer. Der König war mit dieser Liebe nicht einverstanden. Beide mußten voneinander hier an der Sete Cidades Abschied nehmen. Die Prinzessin mit ihren blauen Augen füllte den See mit blauen Tränen, der Schäfer mit seinen grünen Augen grün.

Wir verließen sehr schnell diesen Touristenhotspot um zum Lagoa de Santiago, der einige Kilometer von den beiden Seen entfernt ist, zu fahren. Hier war es angenehm still und mit einem Spaziergang entlang des Sees konnten wir die Natur bewundern: Ein natürlicher Garten Eden!

Vom Lagoa de Santiago nahmen wir die Straße, die über den Verbindungssteg zwischen Lagoa Azul und Lagoa Verde führt in Richtung Ponta do Escalvado, einem Walbeobachtungsposten: Jedoch kein Wal war zu sehen. Der nächste Ort entlang der Küstenstraße, er liegt fast an der Spitze der Insel im Westen ist Mosteiros. Wir waren begeistert: Ein Badestrand aus schwarzem Sand mit warmen Quellen am Meer, ein Naturschwimmbecken d.h. ein von der Lava gebildetes Becken, das sich bei Flut mit Meereswasser füllt und eine Meeresbrandung, die alles vergessen lässt. Strandduschen und Toilettenanlagen sowie angelegte Gehwege erleichtern das Baden.  Wir fanden einen Kiosk oberhalb der Klippen, bestellten uns etwas zum Trinken und blieben über eine Stunde im Liegestuhl, um dem Rauschen der Brandung zu zuhören.

Da es langsam Abend wurde, mußten wir weiter. Wir folgten der Küstenstrasse, die die  Spitze der Insel umrundet, bis Calhetas und kehrten dann auf einer Straße, die quer über die Insel am Pico da Pedra vorbei nach Ponta Delgada führt, zurück.

In der Fußgängerzone beschlossen wir den Tag mit einem herrlichen Abendessen: «Obrigado São Miguel!»

Mosteiros