23.04.2018 Machu Picchu
Auch heute Morgen klingelte der Wecker sehr früh: 5.30Uhr! Um 8 Uhr fuhr uns der Bus durch das allgemeine alltägliche Verkehrschaos nach Urubamba, einen größeren Ort im Vallo Sagrando,
von wo aus der Luxuszug Hiram-Bingham zum Machu Picchu startet. Der Machu Picchu (= alter oder großer Berg) ist nur per Fuß (Inka-Trail: ungefähr 40km) oder mit der Eisenbahn erreichbar! Alles über diesen alten Zug unter: www.belmon.com/de/hiram-bingham-train. Hiram Bingham, ein amerikanischer Yale-Professor für Lateinamerikanische Geschichte, gilt heute als Entdecker der berühmten Inka-Ruinen. Er startete eine Exkursion zu Beginn des 20.Jahrhunderts, um das „Eldorado“ zu finden.. Aber als er zunächst nichts fand, suchte er die Hilfe und Unterstützung von Leuten der Umgebung. Anacleto Alvarez und Toribio Recharte führten ihn zu der Ruinenstätte, da sie dort Mais anbauten. Der Ruhm der Entdeckung ging natürlich an Bingham, weil er die Möglichkeit der weltweiten Veröffentlichung hatte! Also, wir nahmen den bequemen, luxuriösen Weg zum Machu Picchu. Wir wurden mit Musik empfangen und beim Betreten des Zuges wurde uns ein eisgekühlter Apéro mit kleinen Häppchen serviert:Natürlich den schon lieb gewonnenen Pisco sour ( 3 Teile Grappa, 2 Teile Limettensaft, 1 Teil Zucker, eine Haube aus steif geschlagenem Eiweiss: lecker!!)
Vielleicht darf ich hier noch erwähnen, dass Urs und ich seit meiner Höhenattacke am 1. Tag in Cusco nur noch Coca Tee tranken: er schmeckt auch ausgezeichnet! Der Zug kroch langsam mit einer ungefähren Geschwindigkeit von 30km durch eine immer enger werdende Schlucht mit dichtem Tropenwald.
Nach dem Apéro gab es ein 4 gängiges Menü und einige unserer Truppe konnten auch bei den argentinischen Weinen nicht widerstehen.
Wir erreichten nach 3,5 Stunden Aguas Cahientes, einen kleinen völlig touristischen Ort, in dem der Zug endet.
Wir stiegen in einen Bus um, der uns auf die Anhöhe vor das Eingangstor zur Anlage brachte. Dort erwartete uns unsere liebenswürdige Touristenführerin Jovanna. Man hat ungefähr 2 Stunden Zeit, um die Ruinenlage zu besichtigen ( Es dürfen pro Tag nur 2000 Touristen in die Anlage: Das reicht auch, sonst tritt man sich auf die Füße). Wir entschieden gemeinsam die ganze Tour bis auf die höchste Höhe zu machen, da das Wetter sehr schön war (Jovanna nannte uns immer ihre Sonnenscheingruppe, da wir das schöne Wetter in der Tasche hätten), aufgeteilt in zwei Gruppen à 12 Mann/Frau. Jovanna hatte noch einen Kollegen mitgebracht mit Namen José, er übernahm die 2. Gruppe. Sie erklärte uns in den zwei Stunden mit Herzblut, temperamentvoll und großer Kenntnis die Ruinenstadt in allen Details, so dass niemand sich absonderte oder alleine auf Entdeckungsreise ging. Für die Einzelheiten zum Machu Picchu verweise ich wiederum auf das allen bekannte Internetlexikon!
Wichtig ist noch hervorzuheben, dass der Machu Picchu keine nur religiöse Kultstätte oder Beobachtungszentrum der Sonne war, sondern eine Königsstadt, Verwaltungszentrum, wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit über 500 Einwohner, die überwiegend wahrscheinlich der Oberschicht angehörten. Sie ist ein Meisterwerk der Inkas, das trotz Zeit und den Einwirkungen der Natur keine größere Veränderung erlitten hat. Wir waren alle restlos begeistert!
Mein Verlassen der Ruinenstätte hörten wir plötzlich ein Geraschel und entdeckten ein Viscacha, ein nachtaktives Nagetier aus der Familie der Chinchillas!
Am Ausgang der Ruinenstadt wurden wir wieder von unserem Superguide Franz in Empfang genommen, natürlich „für einen kleinen Imbiss…..“. Dann erfolgte die Abfahrt zum Bahnhof, wo uns schon der Hiram Bingham erwartete. Es ging wieder auf dem gleichen Weg zurück nach Urubamba. Da wir ja den ganzen Tag „nichts“ zu essen hatten, gab es natürlich im Zug wieder ein 4gängiges Abendessen.
Aber da schien etwas schief gelaufen zu sein: Nach dem Umstieg in den kleinen Bus, begann nach einiger Zeit jemand das gesamte Abendessen der Natur zurückzugeben!! Weitere folgten, die Heimfahrt wurde zur „Spukrally“ ! Urs und ich merkten nichts, aber der Abend war noch nicht vorbei. Mitten in der Nacht begann es bei Urs……Wir halfen uns mit unseren Medikamenten, da ja am nächsten Morgen der Flug nach Lima bevorstand. Effektiv geholfen hat Urs eine Tablette aus der Apotheke in Cusco. Ich war dieses Mal verschont geblieben!




























