17. 10. 2021
Velas / São Jorge
Unser Schiff hatte gestern um 15.00 Uhr in São Roque / Pico die Leinen losgemacht und erreichte nach ca. 33 nautischen Meilen heute Morgen um 7.00 Uhr Velas auf Sã0 Jorge.
Die Insel São Jorge hat eine etwas andere Form als die anderen Inseln: Sie gleicht einer Nadel. Mit den Nachbarinseln Pico und Faial bildet sie das Triangulo der Zentralgruppe der Azoren.
Im Hochland von Sã0 Jorge reihen sich Vulkankegel an Vulkankegel, die zum Meer steil abbrechen und herrliche Ausblicke bieten, vor allem auf den Pico der Nachbarinsel!


Heute leben ungefähr 10 000 Menschen auf der Insel, aber doppelt zuviele Kühe. Milcherzeugnisse und Viehwirtschaft sind die Haupteinkommensquellen der Bewohner. Der Käse der Insel ist weithin bekannt, d.h. nicht nur in der EU, sondern auch in Nordamerika. Auch auf unserem Schiff war er bei jedem Essen präsent. Er schmeckt hervorragend.
Da ich wegen meines Armbruchs noch etwas unsicher war, nahm ich an der „Wanderung entlang der Südküste“ nach Rücksprache mit dem Guide nicht teil. Urs nahm teil und war begeistert.

Zunächst ging es mit dem Bus ca. eine Stunde nach Fajã dos Vimes.

Die Anfahrt ist imposant durch die vielen Picknick- und Aussichtsplätzen, aber besonders durch das Panorama!

Fajã dos Vimos ist ein sehr kleiner Ort, dessen Mittelpunkt das Café Nunes ist. Hier gibt es einen hervorragenden Kaffee, der direkt hinter dem Haus angebaut wird.

Zuerst das Vergnügen, dann die Arbeit, die ca. 90 minütige Wanderung über Kieswege zu dem nächsten kleinen Ort Fajã da Fragueira mit Weinterrassen.

Den Abschluss bildete dann ein letzter Streckenabschnitt über eine alte Steintreppe nach Portal.


Dort erwartete uns der Bus und die Wandergruppe fuhr zum Schiff zurück! Es war wieder einmal ein gelungener Ausflug!!


Ich sah mir auf eigene Faust das kleine Städtchen Velas an. Es war Sonntagmorgen und der freundliche und beschauliche Ortskern war fast menschenleer. Im Zentrum befindet sich der Jardim da República, der Stadtpark, eine Augenweide mit seinem rot gedeckten Pavillion,

die Kirche und viele historische Stadthäuser z.T. mit geschnitzen Dachgauben.



An der Seeseite befinden sich vor allem neuere Gebäude, wie das Kulturzentrum (Auditório Municipal), das einem schon durch seine futuristische Architektur von weitem auffällt.

Direkt am Hafen befindet sich ein einbogiges Hafentor, 1799 erbaut, ein Rest der Stadtmauer, die man gegen die Pirantenübergriffe baute.

Biegt man etwas weiter um die Ecke stösst man auf ein besonderes Kunstobjekt: Mit vielerlei Materialien wird hier die Geschichte des Walfangs erzählt!


Um 14.00 Uhr verließ die Hanseatic Velas und nahm Kurs auf Horta/Faial, das sie schon um 17.00 Uhr erreichte. Auf dem Schiff ging der normale Schiffsalltag weiter: Precap über Horta, Kaffee und Kuchen in der Observation Lounge, 19.00 Uhr Abendessen und anschließend Musik unter den Sternen mit dem Pianisten Joe Dorff am Pooldeck!
Unsere Kabine war das erste/letzte große Fenster auf Deck 5:
