06-10-2021
Am 06.10.21 stiegen wir in Genf in den Flieger, um nach zwei Jahren wieder einmal „unterwegs“ zu sein. Unser Ziel waren also die Azoren.
Die Hinreise begann im Grunde schon am 05.10.21.: Online-Check in, exaktes Studium der Einreisepapiere (Covid-Nachverfolgungspapiere) für Portugal und die Azoren sowie für Spanien und die Rückreisepapiere in die Schweiz! Es war ein grosser Arbeitsaufwand und im Geheimen dachten wir beide: Was tun wir uns an. Nun, am Ende war alles halb so schlimm und im Rückblick müssen wir sagen: Es hat sich wirklich gelohnt!
Als wir nach 2.5 Stunden Zugfahrt den Genfer Flughafen betraten und problemlos Papiere und Koffer am Schalter ablieferten (alles zusammen ungefähr 5 Minuten), sahen wir viel optimistischer auf das, was kommen würde.
Der erste Teil des Fluges von Genf nach Lissabon verlief ebenfalls problemlos. Wir bemerkten die Veränderungen seit unserem letzten Flug nach Afrika. Es gab kein freies Essen mehr, sondern nur gegen Entgelt und rechts und links von uns packten die Leute ihre mitgebrachten Sandwiches und Cola-Dosen aus. Wir wunderten uns sehr, da dies früher ja absolut verboten war. Auch ähnelte der Flieger (Airbus 321) wirklich einem normalen Linienbus: Eng, laut und einfach unbequem. Auf Anraten unseres Sohnes hatten wir auf der rechten Seite des Flugzeuges Plätze reserviert, so dass wir den Anflug auf Lissabon im Blick hatten.


Wir flogen über Toulouse, Pamplona und landeten pünktlich in Lissabon. Dort hatten wir zwei Stunden Zeit bis zum Anschlussflieger. Wir suchten zunächst den Transitraum, gibt es nicht, versuchten das Gate ausfindig zu machen, wird erst kurz vor dem Einchecken bekannt gegeben und wir stürzten uns in ein Bistro, um Sandwiches zu essen: wir waren sehr hungrig!
Die Hygieneregeln wurden sowohl in Genf wie in Lissabon peinlichst eingehalten. Der Weiterflug gestaltete sich unangenehmer: Zu der Enge kam noch eine Erhöhung des Geräuschpegels, hervorgerufen durch eine Männergruppe, die durch Alkohol angeregt, zwei Stunden ununterbrochen lärmte, so dass wir die Durchsagen des Captains und des Flugpersonals nicht verstehen konnten. Der Blick auf Lissabon beim An- und Weiterflug entschädigte uns und so waren wir froh, als die Küste São Miguels auftauchte und wir endlich unser Ferienziel erreichten. Der Blick durchs Fenster und das Ruckeln des Flugzeugs zeigte uns: Wir sind in einem Azorentief!

Wegen der Zeitverschiebung von zwei Stunden war es noch hell und auf São Miguel sonnig und vor allem die Temperatur von 21 Grad um 19.00 Uhr trug auch dazu bei, unsere Laune zu verbessern. Bevor wir den Flughafen verlassen konnten, musste das gesamte Flugzeug inklusive Crew zum Covid-Kontrollzentrum:
Fiebermessung und Covid-Zertifikate wurden überprüft. Alle, bei denen es Schwierigkeiten gab: Akku leer, Papier zerknittert, so dass man den QR Code nicht richtig scannen konnte etc., mussten gleich in der Kabine einen Test auf eigene Rechnung machen. Es dauerte, bis das gesamte Flugzeug kontrolliert war!! Ohne Probleme verliessen wir nach 45 Minuten das Flughafengebäude per Taxi zu unserem Hotel in der Innenstadt: La Casa das Palmeiras. Es ist eine umgebaute alte Villa im Vintage Stil.

Wir waren sofort begeistert: Ein sehr grosses Zimmer, grosses Bad und kleiner Balkon und sehr nette freundliche Angestellte. Direkt neben dem Hotel gibt es eine Musik Bar: Ohne die Koffer auszupacken, setzten wir uns dort in den Palmengarten, bestellten uns ein leckeres Sandwich und tranken dazu Pisco sour, unser Getränk aus Peru. Es war ein schöner Abschluss des Tages: wir waren angekommen und glücklich!
