2019.2 Victoria Falls

Am nächsten Morgen wachten wir gut ausgeschlafen auf. Obwohl die Klimaanlage die ganze Nacht lief um die Mosquitoes von uns fernzuhalten( es gab bestimmte 100e), schliefen wir tief und fest. Die feuchte Hitze des gestrigen Tages war vorbei, es war kühl und ich musste meine Fleecejacke aus dem Koffer hervorkramen. Auf dem Weg zum Frühstück wurden wir von „zahmen“ Warzenschweinen und Mungos begleitet. Die Affen kamen auch zum Frühstück , Zucker aus der Kaffebar genügte ihnen.

Das Frühstücksbüffet war gut, aber wir beeilten uns, da wir heute Morgen zu den Wasserfällen fahren wollten. Um 10.00 Uhr wurden wir abgeholte. Bis jetzt hatte jede im Internet gebuchte Aktivität perfekt geklappt. Mit uns fuhren noch ein Amerikaner, eine Amerikanerin und ein Südafrikaner. Unser Guide mit Namen Doubt war hervorragend, ein Naturtalent als Führer, witzig, interessant und kreativ! Leider war das Wetter nicht optimal, grau, nebelig und kühl. Wir marschierten ungefähr 3 Stunden auf der Gegenseite des Kraters, fotographierten, hörten uns die Erklärungen an und/oder liessen einfach die Wasserfälle auf uns wirken!Obwohl der Sambesi sehr wenig Wasser hatte, wurden wir von einem Wassersprühnebel umhüllt. Dank des gewaltigen Naturschauspiels und unseres Führers verging die Zeit wie im Fluge. Ich wäre trotz der „Kälte“ noch länger geblieben, aber wir waren auf den Transport angewiesen. Zum Mittagessen und Siesta ging es zurück zur Lodge. Die Lodge war ausgebucht: Viele Touristen „around the world“ fanden sich zum Mittagessen ein. Das Essen war gut, aber am schönsten war die Athmosphäre der Azambezi River Lodge: In einem schönen Park und direkt am Sambesi gelegen. Wir hatten die richtige Wahl getroffen!

Übrigens stellten wir fest, das Victoria Falls 900m über dem Meeresspiegel liegt, was man zunächst nicht glauben kann.

Nach einem ausgedehnten Mittagessen in der Lodge und der Siesta wurde es langsam Zeit für den Sundowner.

Wir wurden vor der Lodge von einem Bus abgeholt und etwas unterhalb unserer Lodge abgesetzt, wo wir ein kleines Boot bestiegen. Es war wie ein kleines Bistro eingerichtet. An Bord gab es noch 6 weitere Gäste.

Der Kapitän begrüßte uns mit einem kleinen Apéro ( ein kleines Schlückchen genügte für mich…). Dann ging die Fahrt los über den Sambesi, den 3. längsten Fluss Afrikas. Es war wunderschön: Ruhe, Wasserplätschern, zahlreiche Vögel, auf den kleinen Inseln und am Flussrand,eine besondere Art Gazellen, ein Krokodil beim Sonnenbaden. Wir bekamen kleine Snacks ( Sushi zu meiner Freude ) und konnten aus einem großen Angebot von Softdrinks und Alkoholika auswählen, was wir wollten. Der Kapitän gab uns von Zeit zu Zeit Infos, aber nicht aufdringlich, sondern nur wenn einer der Gäste etwas wissen wollte.

Wir genossen die blutrot untergehende Sonne und ihre Spiegelung auf dem Wasser. Plötzlich vernahmen wir ein Grummeln und eine große Herde Elefanten begann den Sambesi zu überqueren: Eine große Leitkuh vorweg, dann viele Mütter mit Kleinelefanten und Babys, die sich mit dem Rüssel am Schwanz der Mutter festhielten und am Ende wieder eine Leitkuh. Sie nahmen zunächst nur ungefähr die Hälfte des Flusses, sammelten sich dann auf einer kleinen Insel und setzten dann gemeinsam die Überquerung fort.

Es war ein prächtiges Schauspiel!

Nachdem die Sonne völlig untergegangen war, landeten wir wieder in der Nähe unserer Lodge. Es war ein wunderschöner Abend, den wir dann an der Flussbar unserer Lodge ausklingen liessen.

Den Donnerstag begannen wir ganz entspannt. Nach dem Frühstück bummelten wir im Garten, begannen dann unsere beiden Koffer neu zu organisieren, begaben uns zu einem ausgedehnten Mittagessen und bezahlten die Hotelrechnung. Da es ein langer Tag werden würde, er wurde lang, hielten wir noch eine Siesta und wurden um 15.00 zum Flughafen abgeholt. Ich glaube, den Eindruck in solch einem Flughafen zu sein hat man selten: wir waren in dem riesigen neuen blitzblanken Gebäude die einzigen Fluggäste.


Fast unheimlich. Langsam tröpfelten weitere Passagiere ein. Da wegen der wenigen Passagiere die Abfertigung sehr schnell vor sich ging, warteten wir zweieinhalb Stunden in einer sehr sauberen, aber öden Umgebung. Endlich traf die Kenyan Air Maschine ein, “ The Pride of Africa”, was aber in unserem Fall nicht zutraf. Der Service war schlampig, die Stewardessen unfreundlich und nervig, aber das Essen war gut! Wir landeten pünktlich in Nairobi und dachten, da wir das e- Visum hatten, schnell durch die Kontrollen zu kommen: Denkste, Formulare mussten nochmals ausgefüllt werden, die Schlange bei dem e-Visa- Schalter war am längsten,obwohl ja alle schon ein Visum hatten.Wir warteten und warteten, bis ein Angestellter auf die Idee kam, unsere Schlange auf andere Schalter zu verteilen….Nach ungefähr einer Stunde waren wir dann endlich am Gepäckband und…..ein Koffer fehlte und das nachts um 12 Uhr. Also zur Reklamationsstelle. Eine nette Dame telefonierte und telefonierte. Sie bot uns an, vor dem Flughafengebäude unseren Fahrer zu verständigen und veranlasste, dass ein Angestellter von Kenyan Air auf die Suche nach unserem Koffer ging. Wir warteten und warteten und….er kam mit unserem Koffer zurück, er war auf einem anderen Band gelandet. Ich bin beinahe dem Mann um den Hals gefallen. Am Ausgang wartete eine Dame von Gebeco (der Reisefirma, bei der wir gebucht hatten). Sie brachte uns zum Safaripark Hotel in die Innenstadt von Nairobi. Gegen 1.30 Uhr fielen wir übermüde ins Bett!


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