2019.1 Flug

Es ist 5.30 Uhr MEZ und wir haben unsere erste Etappe erreicht:
Addis Abeba. Gestartet sind wir von Frankfurt/M um 22.00Uhr ohne irgendwelche Probleme, besonderen Mühen oder Unannehmlichkeiten. Ethiopian Airlane empfanden wir bestens organisiert, sehr freundlich und höflich. Der Flug war sehr ruhig und die Geräuschkulisse während der Nacht war erträglich und es gab erstaunlicherweise eine verhältnismäß große Beinfreiheit. Trotzdem war es für mich nicht das Nonplusultra wegen des Schlafens: der unbequeme harte Sitz, die trockene warme Luft….Unsere Route war interessant am Bildschirm mitzuverfolgen, leider wegen der Nacht nur am Bildschirm: Von Frankfurt nach Schaffhausen (Bodensee), Lichtenstein, Österreich,Venedig, der italienische Adria entlang, Griechenland, quer übers Mittelmeer, Ägypten, Sudan.

Nach sechseinhalb Stunden waren wir in Addis und Afrika hat uns wieder. Mir wurde es plötzlich schwindelig und ich hatte heftige Schweissausbrüche. Anderen Leute ging es ähnlich warum? Der Grund zeigte sich mir ganz schnell. Addis liegt auf einer Höhe von 2300m und seit Peru scheine ich äussert empfindlich auf Höhen zu reagieren. Nun, nach einer Stunde, nach Wassertrinken und Süssigkeiten essen ist es besser. Der Flughafen ist neu, ein Superbau, noch zum Teil Baustelle und wer glaubt es, viele Markierungen sind nur auf chinesisch angeschrieben. Es ist wohl klar, wer den Flughafen baute/baut! Auffallend ist auch die große Anzahl von Asiaten: Sie dominieren hier bei den Passagieren! Von der Stadt Addis haben wir leider nichts gesehen. Ein dichter Nebel versperrt jeden Blick. Nun warten wir auf den Weiterflug nach Victoria Falls! Es ist kühl 13 Grad und ich bin mit meiner Fleecejacke überglücklich!

Der Weiterflug nach Victoria Falls geht problemlos. Im Gegensatz zu dem vorherigen Flug ist das Flugzeug altgedient!! Wieder zu 95 Prozent ausgebucht, meist Asiaten und Afrikaner. Ein großes Dankeschön an Nina! Sie hat uns für den vorherigen und jetzigen Flug sehr gute Plätze gebucht! Ich bin sehr müde von der durchwachten Nacht und tröste mich, dass es nicht mehr so lange dauert.

Wir überfliegen Kenia, Tansania und landen pünktlich um 12.15 Uhr in Victoria Falls, auf einem neuen super modernen Flughafen, der so gar nicht in die Umgebung passt. Es steigen nur ungefähr 30 Leute aus, die anderen fliegen weiter nach Gaborone, der Hauptstadt von Botswana.

Bei der Einreise erleben wir Afrika pur: Liebenswert, aber chaotisch. Dreißig Leute warten vor dem Einreiseschalter und kein Beamter ist anwesend. Irgendjemand geht dann wahrscheinlich die Angestellten suchen, nach einer 1/4 Stunde kommt dann ein hochdekorierter Beamte und beginnt das Procedere: Visagebühr zahlen, Computer tippen, Formulare und wieder Formulare ausfüllen….Nach einer weiteren Viertelstunde kommt ein 2. Beamter und wir werden an ihn verwiesen. Er beginnt den Computer zu starten, mehrere Male, er funktioniert nicht. Ein weiterer Mitarbeiter wird gerufen, lachend versuchen nun alle drei diesen Computer zum Starten zu bringen. Wir üben uns lächelnd in Geduld, bis ich freundlich den Vorschlag mache, zum anderen Schalter zu wechseln. Nein, das geht leider nicht. Also weiter warten. Nun wird ein neuer Apparat herangeschafft, es folgt der Anschlussversuch, geht nicht. Urs und ich werden unruhig, wir befürchten, dass der Transfer zur Lodge platzt. Plötzlich steht der erste Beamte auf, nimmt unsere Dollars und Pässe und bringt sie zum Kollegen nebenan. 10 Minuten später war alles erledigt. Unser Gepäck lief noch einsam auf dem Gepäckband, wir passierten schnell den Zoll und fanden in der Halle sofort unseren Fahrer, der uns in 1/2 Stunde zur Lodge brachte.

Unsere Lodge ist eine typische afrikanische Lodge direkt am Sambesi River. Eine großzügige, ruhige und sehr grüne Anlage mit wirklich äusserst freundlichem Personal. Den Nachmittag und den Abend haben wir uns vom Flug ausgeruht, die schöne Flusslandschaft genossen und ich mir zur Entspannung eine “ deep tissue masssage“geleistet.

Morgen geht es zu den Wasserfällen.