11.05.2018
Belem
Um 8.00 Uhr ankerte die Bremen an der Pier in Belem. Die Einfahrt war imposant, eine prächtige Skyline baute sich vor uns auf. Das Frühstück war etwas traurig, wir mussten uns von liebgewonnenen MitfahrerInnen verabschieden! Aber in allem wohnt ein Ende! Urs und ich hatten um 8.30 Uhr eine Stadtrundfahrt gebucht, um einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Belem ist unserer Meinung nach eine Stadt, wo bitterste Armut (so viele Menschen, die auf der Straße leben/schlafen haben wir weder in Iquetos noch Manaus gesehen)und Reichtum Tür an Tür leben. Belem heißt auf portugiesisch Bethlehem und ist die Hauptstadt des Bundesstaates Pará. Sie hat ca 1,5 Millionen Einwohner und wurde 1616 vom portugiesischen Kapitän Francisco Caldeira Castelo Branco (welch ein klangvoller Name!) als Festung gegen die Engländer, Franzosen und Holländer gegründet. Im 19.Jahrhundert erlangte sie wie Manaus große Bedeutung durch den Kautschukboom. Das sieht man noch in der Stadt in den vielen leider oft verfallenen Prachtbauten.
Die Tour führte uns mit dem Bus quer durch die Stadt und brachte uns zum 1901 gegründeten Vers-o-Peso-Markt. Ein Gewimmel, eine ohrenbetäubende Lautstärke, bunte Farben, Gerüche begleiteten uns. Urs und ich merkten recht bald, dass wir in diese organisierte Brementour nicht passten. Wir entschuldigten uns und zogen alleine los! Unser beider Stimmung stieg, wir bummelten, tranken eine Cola mit den Marktleuten, suchten nach Mitbringsel, kauften Schuhe (natürlich für mich), fanden ein kleines Restaurant zum Mittagessen (vorzüglich), versuchten unsere restlichen Realos auszugeben und kehrten zur Siesta aufs Schiff zurück!
80 Passagiere blieben noch an Bord zur Atlantiküberquerung, 20 neue Passagiere kamen hinzu. Für alle beginnt die Fahrt mit der obligatorischen Seenotrettungsübung und dann heißt es um 19.00 Uhr Leinen los: Die Atlantiküberquerung beginnt!





















