2022.0

Die Kapverden

Seit wir im Jahr 2018 mit der „Bremen“ am Ende der Atlantiküberquerung die Kapverdischen Inseln streiften, dachte ich immer wieder an sie:

Grüne Inseln mit hohen Vulkanbergen, angenehmes Klima, ruhige See, einsam gelegen mit einem wunderschönen Sonnenaufgang. So blieben sie in meiner Erinnerung: Da müssen wir mal hin!

Als wir im September von HapagLloyd ein Reiseangebot zu diesen Inseln für Oktober erhielten, gab es kein Halten mehr: Wir fahren von Teneriffa nach SAL mit der Hansatic Inspiration!

Die Vorabinfo im Internet und Reiseführer gaben uns schon mal einige Informationen:

Die Kapverdischen Inseln, geographisch an der Westküste Afrikas in Höhe von Mauretanien und dem Senegal gelegen, entstanden aufgrund von plattentektonischen Verschiebungen und Vulkanismus vor ungefähr 135 Millionen Jahren. Sie gehören aufgrund ihrer ähnlichen Vegetation mit Madeira, den Kanaren und den Azoren zur Gruppe Makaronesiens d.h. „Inseln der Glückseligkeit“!

Die 15 Inseln (9 bewohnt), in einer Hufeisenform im Atlantik aufgereiht, sind wegen der unterschiedlichen Einwirkungen von Wind und Regen sehr verschieden: Einmal wüstenähnlich, einmal grün.

Entdeckt wurden die Inseln im 15.Jhrdt von den Portugiesen, die sie in den folgenden Jahrhunderten meist für den transatlantischen Sklavenhandel benutzten. Nach Ende des Sklavenhandels erlitten die Inseln einen wirtschaftlichen Niedergang, der durch Salzhandel, Versorgung der transatlantischen Dampfschifffahrt, bescheidener Landwirtschaft und Fischfang im 18., 19. und Beginn des 20.Jhrdts etwas nachliess.

Am 24.09.1973 erklärten sich die Kapverden von Portugal unabhängig. Übrigens mit Guinea-Bisao zusammen ohne Blutvergiessen. Heute sind die Kapverden ein unabhängiger demokratischer Staat, dessen wirtschaftliche Situation sich durch den ansteigenden Tourismus auf einigen Inseln etwas gebessert hat.

Die drei Seiten der Kapverden: Meer, grüne und wüstenartige Landschaften.