10. China

China

 

 Xiamen

Mittwoch, 5. März 2014

China empfing uns mit Nebel und einem Temperatursturz von bis zu 20 Grad Celsius. Hatten wir in Puerto Princesa noch an die 300 Celsius, so waren es in Xiamen 10-150 C.

Wir suchten unsere warmen Sachen im Koffer und begaben uns auf Entdeckungsreise nach Anlegen des Schiffes. Aus Angst sich sprachlich nicht verständigen zu können und uns zu verlieren, hatten wir im voraus eine Infofahrt gebucht. Nach der „Immigration“, die das gleiche Procedere wie in den USA beinhaltete (Wärmekamera, Scanning, Gesichtsidentifikation), aber sehr höflich, schnell und korrekt von statten ging, stiegen wir in den Bus und ab ging’s nach Xiamen. Xiamen ist eine große Hafenstadt mit 1,4 Millionen Einwohner. Ein Wolkenkratzer reiht sich an den nächsten, die Straßen sind voll von Autos neuester Modelle und meist sind es größere Mittelklasse Autos. Die Stadt schien uns sehr sauber und „aufgeräumt“. Zuerst ging’s zu einem Fort, das gegen die Japaner im 19.Jahrhundert erbaut wurde. Es beherbergt eine Krupp-Kanone, die in einer Performance mit „Theaterkrieger“ in Szene gesetzt wurde. Was für uns interessanter als die Show war, waren die Zuschauer. Wir erfuhren am eigenen Leib, dass man anscheinend in China nie alleine ist: Unmengen von chinesischen Touristen, die lautstark reden, lachen, umhereilen, alles und jeden fotografieren (selbst uns!): ein richtiges Gedränge und Gewusel. Aber das schien ihnen zu gefallen. Unsere Führerin sprach englisch, jedoch mit sehr starkem Akzent und bruchstückhaft, so dass wir nach einiger Zeit nicht mehr zuhörten und uns auf unser Umfeld konzentrierten. Die jungen Chinesinnen hatten es Urs besonders angetan: Sie waren sehr modern und auffallend bunt gekleidet und hatten so poppige Schuhe, dass wir uns wunderten wie sie damit laufen konnten. Urs fotografierte im folgenden keine Kanonen mehr, sondern chinesische Damenschuhe! Nach den Kanonen ging’s zu einer Buddha -Tempelanlage in der Stadtmitte. Sie war sehr schön, jedoch gab es eine solche riesige Menschenmenge, dass man nur im Gedränge vorwärts kam. Was uns auch berührte, waren in diesem Touristengedränge die betenden Pilger, die sich mühevoll einen Platz suchen mussten. Wir beschlossen, beim nächsten Bus Stopp alleine weiter zu ziehen und mit dem Taxi zum Schiff zurück zu kehren. Aber wie macht man das, wenn man die Schriftzeichen nicht kennt und die Taxifahrer kein englisch sprechen bzw. den Stadtplan nicht mit den lateinischen Buchstaben lesen können. Zum Glück hatte Urs im Terminal eine Visitenkarte mit der Terminaladresse in chinesischen und lateinischen Buchstaben gefunden und dies war unser persönlicher Schlüssel für die Rückkehr. Wir zogen also in der Stadtmitte alleine los: Es war gar nicht problematisch, wir durchstöberten die Geschäfte, wenn wir etwas Bestimmtes suchten, waren die Chinesen sehr hilfsbereit. Wenn sie nicht selbst englisch sprachen, suchten sie jemanden, der es sprach oder sie versuchten unsere Wünsche zu erraten. Das führte natürlich auch zu Missverständnissen: Wir wollten Tee trinken und die Verkäuferin war nicht davon abzubringen, uns Teegeschirr zu verkaufen. Letztendlich gab’s keinen Tee! Lustig war das Mittagessen in einer Garküche:

Wir bemerkten, dass die Hauptstraßen sehr modern und westlich ausgestattet waren, aber die Nebenstraßen noch das „alte“ China zeigten. Wir bummelten in den alten Straßen und stießen auf eine „Garküche“. Wir beschlossen hier zu essen! Das System ist sehr einfach: Man findet am Eingang des Restaurants ein großes Regal mit zugeschnittenem Gemüse, Hühnchenfleisch, Fisch usw. Man sucht sich die Zutaten aus, gibt sie dem Koch und der macht daraus einen leckeren Eintopf. Hinzu kann man noch ganz frische gefüllte „Ravioli“ essen, die neben dem Tisch in einem Körbchen dampfgekocht wurden. Das Essen hat uns sehr gut geschmeckt und noch besser hat uns die Atmosphäre gefallen. Langsam wurden die Beine müde und wir beschlossen, nun die Taxifahrt zum Schiff zu wagen. Wir fanden schnell ein Taxi, Urs zeigte dem Fahrer die oben erwähnte Visitenkarte und ab ging’s. Nach 15 Minuten Fahrt erblickten wir die Columbus. Das Bezahlen war kein Problem, da alle Taxis Taxometer besitzen. Wir hatten es geschafft! Abends hörten wir die abenteuerlichsten Taxigeschichten: Aber es schien, dass alle Passagiere die Columbus erreicht hatten! Um 18.00 Uhr legte das Schiff ab, Richtung Shanghai. Nun hat uns der Winter im Griff: Es gab einen weiteren Temperatursturz (jetzt sind wir im einstelligen Bereich), starken Wind und hohen Wellengang. Wie ich schon zuvor bei Singapur erwähnte, scheint es, dass vor jeder großen Stadt, Herr oder Frau Seekrankheit ihren Auftritt hat. Dieses Mal habe ich mich aber tüchtig vorbereitet! (Novartis und Co.)

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Freitag 07.03. – Sonntag 09.03. 2014

Shanghai

Shanghai ist grandios: 23 Millionen Einwohner, die Stadt mit den meisten Wolkenkratzer in Asien, die Stadt mit dem größten Einkaufszentrum in Asien(auf 13 Etagen Geschäft an Geschäft), einer enormen Verkehrsdichte, eine Hafenstadt mit dem größten Containerumschlag der Welt, die nicht am Meer liegt, aber die meisten und größten Werftanlagen in Asien besitzt (vom Ostchin. Meer sind wir 7 Stunden das Mündungsdelta des Jangtse-kiang hinaufgefahren, in den Huangpu Fluss eingebogen, umsäumt die ganze Zeit von Werften), ein bedeutendes Kultur- und Bildungszentrum mit zahlreichen Universitäten, Forschungszentren, Theatern, Museen und die modernste und westlichste Stadt Chinas und und und!

Wir legten am Freitagabend gegen 19.30 Uhr an. Verspätet, da wir sehr schweres Wetter die Nacht über hatten und das Schiff die Geschwindigkeit drosseln musste. Das Bonbon war aber der Liegeplatz. Da die Columbus ein kleines Kreuzfahrtschiff ist, konnte es den Huangpu-Fluss, an dem Shanghai liegt bis in die Stadtmitte hinauffahren und genau gegenüber den größten Wolkenkratzer, fast an der Uferpromenade, anlegen. Am Abend mit all den Lichtern war es überwältigend und halt grandios. Als wir das Schiff verließen, merkten wir aber auch die überwältigende Kälte: 4 Grad C, mir war das zu kalt und ich flüchtete wieder zurück aufs Schiff. Übrigens mussten wir unsere Kopie des Passes beim Betreten der Stadt immer vorzeigen, aber die Kontrolle geschah auf sehr freundliche Art und Weise in Form von jungen, lachenden, hübschen Polizistinnen, im krassen Gegensatz zu LA. Wir genossen die Skyline von Shanghai vom warmen Schiff aus. Am nächsten Morgen hatten wir eine Tour über das Schiff gebucht um erste Eindrücke und Informationen von Shanghai zu erhalten. Diese Tour stellte sich jedoch als Fehlentscheidung heraus. Sie war für alle die gedacht, die Angst hatten, die Stadt alleine zu betreten, aber unbedingt shoppen gehen wollten. Nach dem zweiten Stopp haben wir uns verabschiedet und sind alleine losgezogen. Wir spazierten entlang der Uferpromenade „Bund“ genannt, die auf der einen Seite vom Huangpu-Fluss, auf der anderen Seite von Hotels, Banken im Kolonialstil eingerahmt wird. Entgegen unseren Befürchtungen war das Promenieren in der Stadt aus sprachlichen Gründen nicht schwer. Die Innenstadt ist überall mit Informationsschildern auch mit lateinischen Buchstaben ausgestattet. Auch Geldwechseln bzw. Bankomaten findet man überall. Shanghai ist wohl die „kapitalisierteste“ Stadt Chinas. Wir suchten das alte Shanghai und fanden verwinkelte Gassen voll von kunsthandwerklichen kleinen Geschäftchen und Werkstätten. Ich hätte auch hier wieder einen Container füllen können. Unser Vorurteil im puncto chinesischer Waren: bunt, kitschig, aus Plastik und nachgeahmt stimmt nicht mehr. Wir fanden wunderschöne alte und moderne Kunstgegenstände, Stoffe, Gemälde, Schmuck, Teeutensilien….. Urs ließ sich von einem Händler seinen Namen in chinesisch in einen Stein als Stempel einritzen. Wir standen dabei, sahen zu und bald gesellten sich andere Chinesen zu uns und schauten dem Handwerker auch zu! Das Mittagessen nahmen wir in einem kleinen japanisch-chinesischen Restaurant ein.  Eine Mädchengruppe, die unsere Tischnachbarn waren, versuchte mit uns ins Gespräch zu kommen, wir lachten viel, da die Konversation sehr holprig war. Es gibt natürlich auch eine U-Bahn in Shanghai, leider konnten wir nicht mit ihr fahren, da es keine Linie zu unserem Schiff gab. So nahmen wir ein Taxi: Wir hatten von der Columbus einen Zettel mit unserer Adresse in chin. Schriftzeichen bekommen, wir zeigten diese dem Taxichauffeur(sie sprechen alle kein englisch) und los ging’s. Er brachte uns schnell zum Schiff zurück. Für den Abend hatten wir uns Karten für eine Akrobat Show im Nationalen Zirkus besorgt.  Das Programm war professionell und atemberaubend im wahrsten Sinn des Wortes. Auch der Rahmen der Show war hervorragend. Im dichten abendlichen/nächtlichen Wochenendverkehr ging’s zum Schiff zurück. Für Urs und mich war es ein wirklich gelungener Tag. Nach Shanghai möchten wir wieder zurückkommen, vielleicht in Verbindung mit einer Jangtse-kiang Fahrt. Übrigens abends um 22.00 Uhr gehen die großen Beleuchtungen in Shanghai aus und sehr viele Motorräder und Autos haben Elektromotor! Das zum Thema Umwelt! Als wir am nächsten Morgen um 9.30 Uhr ablegten, sahen wir uns an und dachten das gleiche: Hier  befindet sich die nächste größte Weltwirtschaftsmacht und in spätestens 10 Jahren haben sie Europa und die USA überholt!

Nun sind wir auf dem Weg nach Hongkong, einer weiteren besonderen Stadt Chinas. Wir werden morgen Abend, 11.März 2014, gegen 18.00 anlegen. Wir sind gespannt!

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Dienstag, 11.03.2014

Hongkong in Novemberstimmung

Pünktlich um 17.00 Uhr legte die Columbus2 am Ocean Terminal an. Die meisten Passagiere standen an Deck um den Vorgang zu fotografieren und zu jammern:

Ein dichter Nebel lag über der Stadt und dem Meer und mit fotografieren war das nicht gerade ein Highlight. Nebelig, feucht und sehr kühl ist nicht gerade ein Traumwetter für eine Kreuzfahrt vor allem für diejenigen, die nur eine Etappe von zwei Wochen mitfahren! Aber was kann man machen, „wenn die Natur ihre Schönheit verschleiert“      (Worte unseres Kapitäns)! Urs und ich standen schon bereit um Hongkong zu erobern. Nach Freigabe des Schiffs durch die Behörden stürmten wir los um unsere ersten Erfahrungen zu machen. Wir wollten zum Night Market und erste Eindrücke der Stadt sammeln. Der Terminal befindet sich in der Stadtmitte, also boten sich die öffentlichen Verkehrsmittel an. Beim Betreten der Stadt, die im Grunde aus zwei großen Teilen besteht: Kowloon (Festland) und Hongkong Island (mit anderen Inseln z.B. Lantau Insel) stellten wir fest, dass die Stadt einen gewissen Sonderstatus behalten hat: Es wird durchgängig englisch gesprochen, die Geschäftswelt ist 95% westlich, chinesisches Geld wird meist nicht akzeptiert, aber US Dollars so wie viele Details wie z.B. die Tram, die Ferrys sind noch very british! Seit 1997 gehört Hongkong zu China, besitzt aber Sonderrechte: Eine eigene Verwaltung (innere Autonomie) und hat die freie Marktwirtschaft beibehalten. Wir lagen an der Peer in Kowloon, das Island wollten wir am nächsten Tag angehen, nein mit der Star Ferry anfahren. Der Terminal ist nicht nur die Schiffsanlegestelle, sondern ein großes Einkaufszentrum mit Markengeschäfte auf mehreren Etagen. Die unterste Etage war z.B. nur berühmten Designer gewidmet, aber Achtung, nur für Kinderkleidung. Von Dior über Gucci zu Burberrys gibt es über 30-40 Designkinderkleidungsgeschäfte zu Erwachsenenpreisen. Ich habe es ehrlich bedauert kein Enkelchen zu haben, dem ich ein Rüschenkleid à la Gucci oder ein Segelanzug à la Petit Bateau kaufen konnte! Eine Kontrolle der Ausweise/Pässe/Einreisepapiere fand nicht statt!! Nachdem wir die Hürden Buslinie finden, Ticketkauf, Geldwechseln hinter uns gebracht hatten, fuhren wir zum Nachtmarkt, der um 19.00 Uhr öffnete. Ich möchte aber noch die nette und hilfsbereite Art der Bevölkerung hervorheben, selbst in einer solchen gestressten Megastadt gab es immer einen freundlichen Ratschlag, manchmal gingen sogar Passanten mit uns, um das Ziel zu finden! Der Nachtmarkt war interessant, Stand an Stand reihte sich entlang einer langen Straße. Jedoch war er sehr westlich kommerziell ausgerichtet: Es fehlten meist die typischen chinesischen Gebrauchsgegenstände. Die Verkaufsstände boten meist Touristensouvenirs und Elektronikwaren an. Als wir Hunger verspürten suchten wir nach einem kleinen Restaurant und fanden ein nepalesisches mit nur wenigen Tischen direkt neben dem Nachtmarkt. Die Essensbestellung ging problemlos, da in Hongkong alles zweisprachig angeschrieben ist: chinesisch und englisch und meist ist die Speisekarte noch bebildert.

Das Restaurant füllte sich schnell und wir kamen sofort mit den anderen Gästen ins Gespräch. Wir stellten fest, dass die Gäste aus allen Herrenländern kamen: Außer uns Europäer gab’s Amerikaner, Inder, Bangladescher, eine Frau aus Fidjii und natürlich Einheimische. Wir diskutierten, lachten viel und genossen den Abend in dieser Runde.

Im Anschluss bummelten wir noch ein wenig durch eine der großen Geschäftsstraßen von Kowloon, der Nathan Road, fanden den Bus um zurück zum Schiff zu fahren und machten Pläne für den nächsten Tag!

Mittwoch, 12. 03.2014

Am Morgen lag der Nebel noch dichter über der Stadt. Es wurde etwas wärmer, 14-16 Grad, aber die feucht nebelige Atmosphäre drückte auf die Stimmung. Wir beschlossen nicht in die Höhe zu gehen (es hatte sich eine Anhöhe und die 100. Etage eines Wolkenkratzers mit Blick über die Stadt angeboten), sondern zunächst mal ein freies Internet zu suchen um all das im Internet nachzuholen, was wir in den letzten Wochen auf dem Schiff  wegen des unstabilen und teuren Internets nicht machen konnten. Zunächst bot sich dafür eine amerikanische Cafékette an, in der „Stare“ willkommen sind Jedoch klappte die Verbindung nicht sonderlich und nach 20 Minuten wird man aus dem Internet rausgeworfen. Wir waren genervt und beschlossen ins nächste größere Hotel zu gehen. Größere Hotels gibt es wie Sand am Meer in Hongkong und wir betraten eines mit Portier im roten Livree, drei Angestellten, die die Türen öffnen und 5cm dicken Teppichen, die jeden Schall schlucken. Zielstrebig strebten wir ins Café/Restaurant des Hotels und bestellten einen Cappuccino und einen Espresso (den 2. an diesem Morgen), damit wir den Eingangscode für das W-LAN bekamen. Wir kamen auch ganz schnell ins Internet, aber merkten dann erst, dass wir die Unterlagen vergessen hatten. Also der ganze Aufwand für nichts. Die Rechnung für die beiden Cafés kam: 138 HKD, das entspricht ungefähr 15 Euro!! Nun waren wir erst richtig über uns beide genervt und beschlossen, die Computer zurück zum Schiff zu bringen , nicht mehr ans Internet zu denken und mit der Fähre nach Hongkong Island zu fahren. Gedacht, gesagt getan. In noch größerem Umfang als auf Kowloon erschienen auf Hongkong Island die Wolkenkratzer, Hongkong als riesiger Konsumtempel und kapitalistische Trendsetter. Nirgendwo anders habe ich auf so dichtem Raum so viele Edelmarken, teure Schmuck/Uhrengeschäfte und Klamottenlabels gesehen. Viele Hochhäuser sind mit Passerellen untereinander verbunden, damit man die Straßen nicht überqueren muss, die ganz den Bussen und neuesten Edelkarossen gehört. Wir ließen uns von der Stadt animiert zunächst treiben, bestiegen dann eine alte Tram aus der Britenzeit und fuhren zum Western Market, einem alten umgebauten Markt. Neben den Hochglanzbuden gibt es aber auf der anderen Straßenseite auch den Alltagsmarkt mit Gemüse-, Fisch-und Fleischständen, die jedoch nicht für jedermanns Augen und Nase angenehm sind. Mit Hilfe des Stadtplans suchten wir noch einen bekannten Buddha Tempel (Man-Mo-Tempel), in den viele Einheimische ihre geheimen Wünsche auf rote Zettel schreiben und im Tempel an Lampions hängen. Auch Weihrauchstäbchen wurden in großer Anzahl abgebrannt, so dass ich nach einiger Zeit fluchtartig den Tempel verließ, da meine Augen so gereizt wurden, dass die Tränen nur so herunterliefen. Es war Mittagszeit und wir suchten uns ein kleines Restaurant. Und auch hier sprach uns ein junges chinesisches Pärchen an, bot uns an zuerst das Essen entgegenzunehmen, sie könnten warten, erkundigte sich woher wir kämen und gab uns noch einige wertvolle Tipps. Gegenüber dem Restaurant gab es drei riesige Wolkenkratzer mit Wohnungen. Wir scheuten uns das Pärchen nach der Wohnsituation in Hongkong zu fragen, da wir von den Cage_People gehört hatten. Nach der Forbes-Liste gilt Hongkong als Stadt mit den höchsten Lebenshaltungskosten der Welt. Daraus ergeben sich u.a. auch horrende Wohnungspreise. Um überhaupt hier wohnen zu können, gibt es viele Cage People (Käfigmenschen). Man wohnt mit mehreren unbekannten Personen in einem Raum. Die Räume sind dabei mit abschließbaren Käfigen oder Holzboxen, ungefähr 2 Kubikmeter groß, in einzelne Bereiche unterteilt und teilweise doppel-oder dreistöckig gestabelt. Die Käfigbewohner nutzen die Küche und Sanitäranlagen gemeinsam, wobei eine Toilette oft für 10 Personen genügen muss. Die Miete beträgt im Monat 1000-1500 HKD, das sind etwa 100-150 Euro. Ich glaube ein Vergleich zu Europa erübrigt sich!! Urs und ich zogen weiter durch ein Antiquitätenviertel, stellten aber fest, dass hier die Preise fast doppelt zu hoch waren wie in Shanghai. Wir statteten Marks&Spencer kurz einen Besuch ab und gingen zur Star Ferry wieder zurück! Zurück in Kowloon gaben wir unsere letzten HKD aus, eilten um Schiff und ruhten uns in unserer Kabine aus. Das Auslaufen des Schiffes um 18.00 Uhr verschliefen wir. Nun sind wir auf der Fahrt nach Vietnam bei trübem und kühlem Wetter!

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Fazit

 

Obwohl wir nur einen ganz kleinen Einblick in das große Land China mit 1,4 Milliarden Einwohner bekamen, waren wir von diesem aufstrebenden Land fasziniert. Uns begegneten fast nur fröhliche, sehr hilfsbereite und aufgeschlossene Leute in den Straßen. Auch fanden wir, dass die Städte, die wir besuchten, sich als Konsumtempel präsentierten und Kapitalismus in den höchsten Graden praktizierten. Von kommunistischen Strukturen wurde überhaupt nichts sichtbar. Natürlich muss man auch erwähnen, dass die drei besuchten Städte sogenannte Sonderwirtschaftszonen Chinas in der einen und anderen Form sind. Wir würden gerne wiederkommen!

 

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