5. Australien

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Unser vorgesehenes Programm
 

05.02.2014: Sydney

Sydney – eine Stadt, die man einfach gern haben muss!

 

Die Gründe dafür sind vielfältig:

  1. Sie ist jung und dynamisch, ohne hektisch zu wirken
  2. Sie ist grün, ohne ihren städtischen Charakter zu verlieren
  3. Sie ist multikulti, ohne dass fremde Kulturen „übergewichtig“ werden
  4. Sie verbindet alte mit moderner Architektur, ohne verunstaltet zu erscheinen
  5. Sie ist freundlich, ohne aufdringlich zu sein
  6. Sie ist sehr sauber, ohne steril zu wirken
  7. Sie ist groß, bewahrt jedoch irgendwie das angenehme, warme Flair einer Kleinstadt
  8. Sie ist voll von Kunstgegenständen, ohne abgehoben zu wirken

 

Sicherlich gibt es noch mehr Gründe, aber jetzt zunächst erzähle von Beginn an!

 

Nach dem Verlassen der Ile des Pins teilte uns der Kapitän mit, dass wir noch 1101 Seemeilen bis Sydney „vorm Bug“ hätten.( 1sm sind 1,8km), also rund 2000km. Für ein Kreuzfahrtschiff bedeutet dies rund 3 Tage Fahrt! Übrigens in unserer ersten Etappe Papeete-Sydney haben wir 7667 km zurückgelegt—– diese Instanzen sind für uns Europäer so gewaltig, dass wir es kaum fassen konnten. Für mich entwickelten sich diese drei Tage nicht gerade gut: Ich habe mir irgendwie und irgendwo ein Magen-Darmvirus geholt und verbrachte die meiste Zeit in der Kabine, speziell auf der Toilette und über dem Waschbecken!

Genesung brachte neben verschiedener Medikamente (vom Schiffsarzt verordnet) mein eiserner Wille beim Einlaufen in Sydney unter der Harbor Bridge zu stehen und nicht überm Waschbecken zu hängen! In der Nacht vorm Einlaufen in Sydney wurden wir in unserer Kabine von einem grellen Scheinwerfer geweckt: Um 3.00 Uhr in der Nacht kam das Lotsenboot, konnte aber nicht anlegen, da wir einen so hohen Wellengang und starken Wind hatten (große Wasserwalzen ließen das Schiff ganz heftig hin- und herschaukeln. Ich kam mir vor wie ein hilfloses Baby, das in der Wiege von seinem etwas älteren Bruder oder seiner etwas älteren Schwester in den Schlaf gewiegt, nein gerüttelt, nein geschüttelt wird). Die Wellen waren so hoch, dass die Scheinwerfer des Lotsenbootes unsere Kabine hell erleuchteten. An Schlafen war nicht mehr zu denken. Irgendwie hat es der Lotse dann doch geschafft und wir standen um 04.45 Uhr auf Deck 10 und erlebten die Oper und die Durchfahrt unter der Harbour Bridge. Was zählt da schon ein Magen-Darmvirus…. es war grandios! Wir legten am neuen Cruise Terminal an und nun konnte die Entdeckung Sydneys beginnen. 300 Passagiere gingen von Bord um nach Hause zu fahren, neue Passagiere kamen hinzu!

Nach dem Frühstück (ohne Magen-Darmvirus!) verließen Urs und ich das Schiff zu einer Stadtrundfahrt, die sehr professionell durchgeführt wurde. Der Führer sprach sehr langsam, deutlich und in sehr gutem Oxford-English, so dass auch ich alles verstand: Wir

besuchten/besichtigten:

Darling Harbour, The Rocks, Bennelong Point mit dem Opera House, Mrs Macquaries Chair, die Viertel Woolloomooloo und Kings Cross, Potts Point und der Bondi Beach uvm. Wir verließen den Stadtbesichtigungsbus und streiften alleine durch die Stadt. Die Stadt ist einfach toll! Ich könnte stundenlang durch die Straßen laufen und schauen, schauen, schauen! Nach einem Mittagessen in einem großen Einkaufszentrum nahmen wir unseren „Espresso“ (little black) in einem schönen Café im Queen Victoria Building ein (ein Einkaufszentrum im Jugendstil). Petit-Fours  und Kaffee, serviert auf/in Wedgwood –Geschirr, es könnte nicht englischer sein. Den Nachmittag verbrachten wir in der Marketstreet und in China Town. Um 17.00 Uhr waren wir so müde, dass wir uns ein Taxi zum Schiff nahmen. Der Taxifahrer war gebürtiger Libanese und wir bekamen auf der Fahrt von ihm noch gratis Alltagsinformation und –impressionen von Australien. Um 18.00 Uhr legte das Schiff ab mit den drei Signaltönen und seiner Abschiedsmelodie „The Conquest of Paradise“. Es war ein schöner Abschied der Columbus2. Als wir am Opernhaus vorbeifuhren standen ungefähr 10 ehemalige Passagiere, die am Morgen auscheckten und deren Flug erst abends ging. Sie winkten, riefen uns zu und wünschten uns eine gute Weiterfahrt: Es war sehr emotional!

Nun geht es weiter nach Brisbane. Wir sind gespannt!

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07.02.2014: Brisbane

Brisbane, australisch Brizzie,

die grüne Metropole am Meer und dem Brisbane River

Als ich vor zwei Tagen den Bericht über Sydney schrieb, wusste ich leider noch nicht, was uns in Brisbane erwartete. Für mich und Urs (übrigens wie für viele Mitpassagiere) war Brisbane ein Städtename, laut Führer:“ Gegründet als Sträflingskolonie, immer im Schatten von Sydney, Ort der Expo…, aber sonst nichts! Unser philippinisches Zimmermädchen Tissia klärte uns am Vortag schon besser auf: „Oh Madame, you must go  in the city, in the Queenstreet, you will find lovely shops. We love Brisbane more than Sydney!“. Also Einkaufen scheint ja dort gut zu sein!

Nachdem der Zoll das Schiff freigegeben hatte, unternahmen wir eine Stadtrundfahrt, die uns auch zum Long Pine Wildpark brachte. Ich weiß nicht, mit welchen Worten ich jetzt diese Stadt beschreiben soll, da ich die Superlative schon bei Sydney verwandt habe. Nehmt Sydney und ergänzt es noch durch blühende Parklandschaften (das ehemalige Expogelände wurde auf Druck der Bevölkerung nicht  aufgehoben, sondern zum Freizeitgelände umgestaltet, aber nicht einfach so 0815, sondern kreativ und bürgernah), aufgeschlossene, freundliche Einwohner (die auch Zeit für einen kleinen smalltalk mit einfachen Touris wie wir es sind, haben), städtisches Leben, viel Kultur, tolle Geschäfte…….. Stellt euch eine Traumstadt vor, in der ihr leben möchtet.

Aber zunächst ging’s durch die Stadt zum Wildpark, wo man die Symboltiere Australiens findet: Koalas, Kängurus, Wombats, Papageien usw. Und natürlich musste ich nach Touri Manier einen Koala halten. Er war richtig kuschelig und ganz brav. Nur die Krallen piekten ein wenig auf meinem nackten Arm. Als wir im Verkaufsshop einen Kaffee tranken, huschte ganz leise eine große Echse über unsere Füße, kein ganz angenehmes Gefühl! Nach dem Höhepunkt Koala ging’s zum shoppen in die Stadt. Da ich keine Schuhe habe ;-), war ich auf der Suche nach Schuhen. In Australien geht der Sommer zu Ende, überall ist Schlussverkauf, also haben wir zugeschlagen!! Jetzt haben wir ein Problem in unserer Kabine und später werden Probleme mit dem Koffer haben! Das Shoppen war anscheinend so intensiv, dass Urs und ich uns aus den Augen verloren haben und wir in Bedrängnis kamen: Der letzte Shuttlebus zum Schiff musste unbedingt erreicht werden. Ich lief den Weg mehrmals ab, Tausende von Menschen, aber kein Urs. Einfach wäre es gewesen, dass Handy zu benutzen, aber meine Simkarte hatte den Geist aufgegeben, also was sollte ich tun? Es gab nur eine Möglichkeit: Der Shuttlebus, vielleicht war auch Urs dort! Auf dem Weg zum Bus fand ich ihn auf einer Bank, auf mich wartend. Ein riesiger Stein fiel mir von Herzen, ich hörte ihn direkt ins Wasser fallen Wir beschlossen für die nächste Stadt „ein Notfallszenario auszuarbeiten“!!! Im Shuttlebus zum Schiff (die halbe Mannschaft hatte Stadtgang) herrschte gute Stimmung. Alle mit Tüten und Päckchen bepackt, müde aber glücklich und guter Laune, so strömten wir durch den Cruise Terminal aufs Schiff. Nach der Dusche legte ich mich auf Bett und war durch nichts, aber auch wirklich nichts zu bewegen, wieder aufzustehen. Das Abendessen fiel aus, aber Brisbane blieb!

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09.02.2014: Great Barrier Reef

Hamilton Island – die grau-nasse Erfahrung

Heute standen wir mit Sonnenschein auf und hofften, dass wir nach den etwas trüben Tagen wieder ein Südseewetter erleben dürfen. Urs wollte mit einem Katamaran zum Riff um zu schnorcheln und ich hatte die Absicht, mit den Tendern zur Hamilton Island zu fahren um mich am Strand zu sonnen. Hamilton Island ist die einzige Ferieninsel am Great Barrier Riff, architektonisch gut angelegt: Hotel und Appartements liegen versteckt in grünen Tropenanlagen, autofrei (man fährt nur mit Golfcards herum), kostenlose Shuttlebusse und fest in chinesischer Hand. Der Wettergott meinte es nicht gut mit uns: Es regnete, nein es „kübelte“ ab Mittag. Mein Ausflug an den Strand fiel ins Wasser und ich blieb 2 ½ Stunden in einem Café um auf Urs zu warten. Am Ende war ich total nass und genervt. Ich fuhr mit dem Tender allein zurück: Hamilton Island fiel ins Wasser!

Es regnet, es regnet, es schüttet und kübelt!

 

Die Fahrt mit dem Katamaran zu einem, im Riff verankerten Ponton, wurde länger als erwartet. Es waren letztendlich ca. 2h Fahrt, weil der Wellengang am ursprünglichen Umsteigeplatz zu hoch war und die Columbus2 in einer windgeschützten Bucht vor Anker gegangen war. Der Katamaran hüpfte bei seiner Fahrt zum Riff ganz schön über die Wellen. Die Folgen waren unübersehbar: Ständig rannte jemand zur Toilette! Auf dem Ponton angekommen, schien die Sonne, es war ca. 25°C warm, das Wasser um 27°C. Aber nicht das Schnorcheln stand zunächst im Vordergrund, sondern die australische Bürokratie: Das wichtigste war bestätigen und unterschreiben, dass man auf keinen Fall irgendwie Krank ist, krank war, keine Allergien oder sonstigen Gebrechen hat, die beim Schnorcheln die Gesundheit oder das Leben gefährden könnte.

Nach einer kleinen Schnorchel Einführung, ging es ins Wasser. Der Unterwasserwelt im Riff war sehr interessant, schöne Korallen und Meeresgetier konnten wir sehen. Ein Guide schnorchelte mit einer Sechsergruppe durch das Riff und erklärte uns in welliger See die Tierwelt, was sehr spannend war. Natürlich erreichte uns auch ein heftiger Tropenregen, fast alle flüchteten aus dem Wasser ins Trockene, um nicht nass zu werden, unglaublich!

Die Rückfahrt zu unserem Schiff dauerte leider wieder sehr lange, vorwiegend durch Tropenregen, der uns bis zum Auslaufen der Columbus2 nicht verließ.

 

Spaß des Tages:   Eine Mitfahrkreuzfahrerin fragt unseren Ober: „Schläft die Besatzung auch auf dem Schiff?“ Antwort:  „Nein, sie wird jeden Abend mit dem Hubschrauber ausgeflogen und am nächsten Morgen zusammen mit den frischen Brötchen zurückgebracht.“!!!

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Montag, 10.02.2014

Townsville

Der Morgen begann sehr dunstig und etwas bewölkt. Als wir auf Deck 9 wie üblich auf der Terrasse beim Frühstück saßen, bemerkten wir einen eindeutigen Geruch, der uns an die landwirtschaftliche Umgebung von zu Hause (besonders samstagsmorgens) erinnerte. Aber das kann doch im Hafen nicht sein. Doch es kann: In ungefähr 300 m Entfernung entdeckten wir ein weiteres Kreuzfahrtschiff, nicht für menschliche Wesen, sondern für Rinder! Urs erinnerte sich einen Film gesehen zu haben, in dem gezeigt wurde, wie die Australier Tausende von Rindern per Schiff lebend z.B. nach Saudi-Arabien transportieren. Von außen sah das Schiff wie ein normales Kreuzfahrtschiff aus, ohne Glasfenster, aber mit sonst jedem „Beiwerk“. Das Foto folgt unten!

Wir wollten heute nach Magnetic Island organisiert fahren, einer kleinen Ferieninsel vor Townsville. Als Thomas Cook 1770 diese Insel entdeckte, spielte sein Kompass verrückt. Er glaubte, dass die Granitfelsen der Grund dafür waren. Jedoch konnte diese These nie bewiesen werden, der Name blieb. Für uns war es ein Ganztagesausflug, wobei wir leider in Kauf nehmen mussten, von Townsville selbst nichts zu sehen. Für mich war dieser Ausflug besonders problematisch, da wir mit einem Katamaran zu und von dieser Insel fahren mussten. Trotz starken Windes auf dem Hinweg hielt mein Magen stand, das Wetter war wunderbar und so freuten wir uns über diesen Ausflug. Während einer Wanderung in die Bergwelt dieser Insel entdeckten wir freilebende Berg-Kängurus und einen schlafenden Koala in einem Baum. Die Mittagspause verbrachten wir am Strand. Urs und ich suchten uns einen Fish und Chips Stand, kauften uns eine in Papier eingewickelte Portion und verspeisten den vorzüglich frischen Fisch am Strand. Schwimmen getrauten wir uns nicht, da die Führerin uns erzählt hatte, es sei Quallensaison und wir sollten nur im abgegrenzten Bereich des Meeres schwimmen, der jedoch nicht sehr ansprechend war. Den weiteren Nachmittag verbrachten wir faulenzend am Strand bis wir mit dem Katamaran wieder zurück zum Hafen in Townsville ohne Zwischenfälle fuhren. Beim Abendessen entbrannte eine heftige Diskussion an unserem Tisch, ob der Koala echt war oder von der Touristenzentrale als Attrappe hingesetzt wurde. Pro- und Contra- Argumente hielten sich die Waagschale: Eindeutig konnte dies nicht geklärt werden!

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Dienstag, 11.02.2014

Cairns

Als wir das Ausflugsprogramm vor Beginn der Fahrt zusammenstellten, war uns nicht klar, was wir uns alles aufgeladen hatten. Vorab: Alle Touren, die wir bisher unternommen haben, haben uns unglaublich viele Eindrücke übermittelt. Aber manche sind/waren auch unglaublich anstrengend. Heute, 12.02., genießen wir den See Tag in vollen Zügen zum Ausgleich zu gestern! Nun zu Cairns. Davon können wir nichts erzählen, weil wir wieder einen Ganztagsausflug gebucht hatten: Wooroonooram- Regenwald- Erlebnis. Die Stadt kam zu kurz! Auf den Tickets stand, dass Schuhwerk mit Profilsohle wichtig wäre! Das ließ schon eine kleine Anstrengung erahnen. Wir fuhren morgens um 9.30 Uhr mit dem Bus gegen Süden ins Hinterland von Cairns, geleitet von einem deutschsprachigen Australier, der sehr professionell alle Informationen über Land und Leute vermittelte. Die Fahrt ging um den höchste Berg der Gegend, den  Pyramid und in den Nationalpark Regenwald mit den Wasserfällen Kearneys Falls, Josephine Falls, den Tarzali Lake, dem Lake Barrine, auf den längsten Serpentinen Australiens zurück nach Cairns. Das hört sich sehr gut und gar nicht anstrengend an, stimmt, jedoch begann es kurz nach Cairns zu schütten, nicht zu regnen, zu schütten und die Wanderungen im Regenwald und zu den Falls glichen „Körperduschen“. Nicht schlimm werdet ihr sagen, es ist ja warm. Stimmt, aber nach jeder Wanderung ging es wieder in den mit Aircondition künstlich gekühlten Bus, in dem wir uns bis zur nächsten Wanderung mit den Badetücher (eigentlich sollten wir in den Falls baden, was ins „Wasser“ fiel) warm hielten. Wir erfuhren viel über den Regenwald (im wahrsten Sinn des Wortes), erlebten ihn hautnah (bis in die Unterwäsche), spazierten über einen Baumgipfelpfad, nahmen die Gerüche des Dschungels auf, wunderten uns über die 100 verschiedenen Farne, sahen wilde Schildkröten ,Echsen und handgroße Spinnen, ärgerten uns über Mitreisende, die von den wenigen Schirmen zwei nahmen, damit die anderen keinen hatten, stärkten uns mit einem Picknick im Regen und kamen abends um 18.30 Uhr total fertig am Schiff an. Ich war an diesem Abend nicht mehr zu bewegen essen zu gehen. Wir ließen uns Essen auf die Kabine bringen und ich ging sofort (20.00 Uhr!) schlafen. Die Kombination durchnässt und den Hunger übergangen, ihr könnt euch vorstellen ist nicht gerade sehr beglückend. Heute bin ich wieder fit und morgen bei den Thursday-Inseln werden wir alleine losziehen… es reicht jetzt mal mit Ganztagstouren!

 

Aus dem Schiffsleben: Unser Kapitän wurde an der Pool-Bar von einem wütenden Passagier angesprochen. Er könne seit Tagen nicht schlafen und er möchte, dass der Kapitän nachts die Maschinen abstellen solle, damit er wieder schlafen könne. Leider haben wir die Antwort des Kapitäns nicht mitbekommen!

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13.02.2014:  Thursday Island

 

Wen besucht man an einem Donnerstag? Thursday Island! Sie liegt mit vielen anderen kleinen Inseln (es gibt auch die Friday Insel) zwischen Australien, Papua Neuguinea und Indonesien. Den Namen erhielt sie von Captain William Bligh (ehemaliger Kommandant der „Bounty). Er durchfuhr diese Passage in vier Tagen und benannte phantasievoll die Inseln, an denen er vorbeifuhr, nach jedem Wochentag.

Wir ankerten auf Reede und fuhren mit dem Tender zur Insel. Sie ist nur 1,8 km2 groß und es leben auf ihr ungefähr 2000 Menschen. Was uns zum ersten Mal in Australien auffiel, war die überwiegende ethnische Mehrheit der Aboriginals. Die Insel besitzt auch ein Museum, in dem es Zeugnisse ihrer Kultur und Geschichte gibt. Urs und ich schlenderten entlang der einzigen Hauptstraße, schauten in die Geschäfte, die für uns zum kleinen Abenteuer wurden. Im General Store gab es alles, von der Klobürste bis zum Fotoapparat und zwar alles durcheinander gelagert. Salz findet man neben T-Shirts, Tempotaschentücher bei den Gewürzen und Pfannen neben Marmelade. Es war heiß und feucht (eine Luftfeuchtigkeit von über 90%). Wir flüchteten an den Strand und hofften auf etwas Wind, jedoch wurden wir enttäuscht! Baden konnten wir nicht, da es in dieser Gegend Australiens Salzwasserkrokodile gibt. Unsere Gangart wurde immer langsamer und ohne viel Worte nahmen wir den Weg zur Tenderanlegestelle, um zurück zum Schiff zu kommen. Die Columbus2 zog den Anker gegen 12.00 Uhr ein und begann ihre Fahrt Richtung Darwin: 1400 km. Am Samstag, den 15.02.20014 gegen 12.00 Uhr werden wir Darwin anlaufen, die letzte Station in Australien! Eine kleine Besonderheit noch: Heute mussten wir die Uhr 30 Minuten zurückstellen (auch das gibt’s!)!

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Samstag, 15.Februar 2014

Darwin

31 Grad und 90% Luftfeuchtigkeit: Als wir gegen 12 Uhr an der Pier festmachen, schlägt uns teuflische Hitze mit einer großen Luftfeuchtigkeit entgegen. Der Körper verlangsamt sich, man schnappt zweimal nach Luft und bei jeder größeren körperlichen Bewegung tropft der Schweiß aus allen Poren. Wir hatten eine Tour zu den springenden Krokodilen auf dem Adelaide River gebucht. Der Gang vom Schiff durch den Cruise Terminal zum Bus war wie der Gang durch den Backofen und bevor wir überhaupt das Hafengelände mit dem Bus verlassen hatten, waren wir vom Schweiß durchnässt.

Die 90minütige Busfahrt mit einer deutschsprachigen Führerin war interessant. Sie erklärte uns das Alltagsleben von Darwin, aber auch das Leben auf dem Lande hier in Nordaustralien. Zunächst beeindruckten uns die großen Mango Plantagen, die Mangrovenwälder, die freilebenden Wollombi, die giftigen Schlangen und Papageien.

Wie auf Knopfdruck tauchten am Wegrand ein paar Wollombis auf, flohen aber schnurstracks ins Gebüsch, als sie die germanische Touristeninvasion bemerkten. Nun fehlten noch die Salzwasserkrokodile: Wir stiegen am Adelaide River der, wegen der starken Regenfälle über die Ufer getreten war, auf ein Ausflugsboot und suchten im Fluss nach Krokodilen, die dann mit Fleischstücken angelockt wurden. Es klappte: Letztendlich sahen wir drei große Krokodile, die aber anscheinend so satt waren, dass sie keine großen Sprünge nach dem Essen machten. Wir bewunderten diese Tiere aus der Urzeit, wie imposant und majestätisch sie sich im Wasser bewegen und wie blitzschnell sie agieren, wenn es ums Essen geht. Die Führerin erklärte uns, dass sie 80 Jahre und älter werden, dass ihre Zähne 3 bis 4 mal wieder nachwachsen, und dass sie eine besondere Drüse haben, die ihnen das Leben sowohl im Salz- als auch Süßwasser ermöglicht. Nach dieser beeindruckenden Nähe zu den mächtigen Tieren fuhren wir mit dem Bus wieder zurück nach Darwin. Urs und ich stiegen unterwegs aus und erkundeten noch die Stadt. Darwin ist eine sehr junge Stadt. Die Straßen sind voll von jungen Leuten, überall wird gebaut (Die Führerin erzählte uns, dass ein Haus , erbaut vor 1960, als altes denkmalgeschütztes Haus gilt). Da man vor einigen Jahren Erdgas nahe Darwin gefunden hat (es wird fast komplett nach Japan exportiert), boomt die Stadt. Man hat so ein wenig das Gefühl einer „Goldgräberstadt“. Es war Samstagabend und die jungen Leute füllten die Kneipen und Restaurants. Die Gasthäuser waren proppenvoll und das Bier floss, floss…. Im Führer steht, dass Darwin , die Stadt mit dem größten Bierverbrauch Australiens ist (280 l pro Einwohner, davon träumt die deutsche Bierindustrie!!!). Wir suchten uns in der Hauptstraße eine Kneipe und bei ohrenbetäubendem Lärm (Die Bewohner von Darwin reden nicht miteinander, sie schreien…..) aßen wir einen herrlichen Fisch und tranken ein Bier! Hans, es gibt kein alkoholfreies, nur hochprozentiges Bier, die Hauptmarke ist XXXX. Mit dem Taxi fuhren wir zum Schiff zurück, wo am Lido eine große Party steigen sollte. Leider fiel sie ins Regenwasser (es ist Regenzeit in diesem Teil Australiens) und „Rambo zampa“ gab es in der Observation Lounge!

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Fazit Australien

Seit heute Morgen haben wir den Kontinent Australien verlassen und fahren über den Äquator durch die Timorsee Richtung Indonesien. Australien hat uns während der letzten beiden Wochen kleine Fenster geöffnet, durch die wir einen kleinen Einblick von Städten, Natur, Leuten und dem Leben auf diesem Kontinent bekommen konnten. Was wir gesehen haben, hat uns fasziniert, beeindruckt und unser Bild von Australien und seinen Bewohner verändert. Unser Bild der Australier als raue Schafzüchter, wortkarge Farmer und skurrile Abenteurer gibt es so nicht. Wir trafen sehr aufgeschlossene, freundliche und hilfsbereite Menschen. Wir sahen Städte voller Dynamik und buntem Leben: Sydney, Brisbane, Townsville, Cairns und Darwin, eine faszinierende Natur: Great Barrier Reef, den Regenwald, Wildreservate, Tiere, die es nur in Australien gibt und Museen, die die junge Geschichte und Kultur Australiens dokumentieren. Natürlich gab es auch einige Dinge, die uns zum Nachdenken veranlassten: die Reglementier- Sucht (Formulare, Formulare…), die Problematik der Aboriginals, das teurere Schulsystem und das für viele zu teure Alltagsleben (hohe Mieten). Dennoch überzeugten uns die Ursprünglichkeit und Liebenswürdigkeit seiner Bewohner und wir möchten auf jeden Fall wieder zurückkehren um weitere Aspekte kennzulernen.

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3 Kommentare zu 5. Australien

  1. Pablo & Jaqueline sagt:

    Hallo ihr lieben,
    Super schöne Bilder , richtig erholsam .
    Wir hoffen dass euch sehr gut geht’s und noch viel Spaß haben.
    Hier ist alles in Ordnung .
    Lg
    Pablo , Mateo und Jaqui

  2. Roland Puk sagt:

    Hallo Meggie, hallo Urs,
    wir hatten das Glück, eine Teilstrecke Eurer Reise mit Euch zu erleben, mit Euch gemeinsam zu frühstücken und uns dabei nett zu unterhalten. Hierbei habe ich Urs irrtümlich für einen „Finnen“ gehalten (vielleicht könnt Ihr Euch nun besser erinnern).
    Ihr habt uns auf diesen Blog hingewiesen, der es uns nun ermöglicht, weiter auf der Columbus 2 (in Gedanken) mitreisen zu können. Dafür ein herzliches Dankeschön.
    Mittlerweile sind wir wieder im kühlen Deutschland angekommen und werden uns gerne in den nächsten Wochen an Euren Geschichten erwärmen.
    Wir wünschen Euch noch viele tolle Seemeilen, schöne Tage und wunderbare Reiseerlebnisse im Sinne unseres Kapitäns „Genießt das Leben“.
    Herzliche Grüße Karin & Roland

  3. Daniela Zbinden sagt:

    Liebe Meggie, lieber Urs
    Rarotonga, Aitutaki, auf der Insel links herum, auf der Insel rechts herum, tendern…
    und jetzt in Down under in kurzen Hosen! Wenn wir Daheimgebliebenen nicht so gäbig an euren lebhaften und farbigen Schilderungen teilnehmen könnten, käme wohl leiser Neid auf. So aber danken wir euch ganz herzlich, dass wir auch es Bitzeli an eurer tollen Reise teilhaben können und wünschen euch weiterhin viiieeel Spass.
    Herzlich Daniela und Hansjörg

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