2019.3 Nairobi

Unser erster Tag in Nairobi begann mit einem ausgedehnten und reichhaltigen Frühstück im Safaripark Hotel. Ein Hotel im Safaristil mit über 1000 Zimmern, völlig im Grünen gelegen: Eine Oase in der lärmigen Großstadt. Wir hatten um 10.00 Uhr unseren Fahrer für einen Transport in die Innenstadt bestellt. Durch die Schule bekamen wir die Telefonnummer unseres Fahrers John : Einem sehr netten, freundlichen und ruhigen Fahrer, der den mörderischen Verkehr in Nairobi überlegen beherrschte. Er brachte uns in die Innenstadt ( für 5 km fast eine Stunde ).

Wir bummelten zwei Stunden durch die Strassen, ich erkannte einige Gebäude wieder, aber die meisten waren neu, völlig umgestaltet oder neu errichtet. Nach einem kleinen Imbiss in einem Café trafen wir unseren Fahrer wieder. Er brachte uns zurück ( wieder gleiches Verkehrschaos) ins Hotel. Wir genossen die Ruhe, die Grünanlagen und das Gezwitscher der Vögel in sonniger Atmosphäre. Im Hotel wurde gerade ein Film von einem asiatischen Team gedreht und es war auch interessant dieses Treiben mitzuerleben.

Der Abend gehörte ganz dem Festakt in der Deutschen Schule mit Ansprachen, Apéro und Essen, aber vor allem dem Wiedersehen mit ehemaligen Kollegen, Kolleginnen sowie Schüler und Schülerinnen. Alte Erinnerungen wurden ausgetauscht, gelacht und Pläne für die Zukunft gemacht. Ich habe diesen Abend sehr genossen. John brachte uns zur späten Stunde wieder zurück ins Hotel ( übrigens der Verkehr wurde auch nachts nicht viel geringer)!

Für den nächsten Vormittag hatten wir uns Karen, einen Vorort von Nairobi vorgenommen. In Karen steht noch das Haus der dänischen Baronin Karen Blixen, die zu Beginn des 20.Jahrhunderts dort 17 Jahre als Kaffeefarmerin verbrachte . Ihre Geschichte wurde durch den Film „Jenseits von Afrika“ weltberühmt, der auch hier gedreht wurde. Heute ist ihr Haus und Garten am Fusse der Ngong Hills eine wirkliche Oase in der 4 Millionen Stadt Nairobi. Wir genossen die Natur, das Essen und die Ruhe!

Der Nachmittag gehörte wieder der German School! Auf dem bunten, fröhlichen und völkerüberspanndenden Schulfest traf ich alte Bekannte, Schüler befragten mich nach den 90iger Jahren, als ich hier unterrichtete, Adressen wurden ausgetauscht und ich fühlte mich 25 Jahre zurückversetzt. Obwohl sich die baulichen Gegebenheiten veränderten, der Village Market die Schule nun weit überragt, die meisten Personen mir fremd waren und die Schule nicht mehr so abgeschirmt im Grünen liegt wie ehemals, ich empfand sofort wieder diese soziale Wärme, dieses Miteinander aller und ein spezielles Gemeinschaftsgefühl.

Nach einer Erinnerungsfahrt durch Runda, unserem Wohnort in Nairobi, (leider konnten wir unser „ehemaliges Haus“ nicht besuchen) verbrachten wir den Abend in einem wunderschönen Restaurant und schwelgten mit einer ehemaligen Kollegin in Erinnerungen!

Was sollten wir am Sonntag unternehmen? Natürlich gehen wir in den Nairobi National Park. Unser Fahrer bringt uns zu diesem für eine Großstadt einmaligen Nationalpark, in dem man „The big Five“ mit etwas Geduld erleben kann. Und wir sahen auch interessante Tiere ganz aus der Nähe:

Nach einem kleinen Mittagessen ausserhalb des National Parks fuhren wir zurück ins Hotel: Einziger Programmpunkt am Nachmittag: Koffer neu organisieren, ausruhen, denn morgen gehts es früh auf Safari!

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